Den Herbst vor der Linse

Rolf Zacher stellt einen Naturfilm vor: Premiere am 29. April

Rolf Zacher zeigt den Film „Herbst in Hoyerhagen“.  J Foto: Katia Backhaus
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Rolf Zacher zeigt den Film „Herbst in Hoyerhagen“. 

Hoyerhagen - Er hätte gern noch viel mehr gemacht. Mehr gezeigt, mehr erzählt, mehr gefilmt. Aber auch so ist es eine gute Dreiviertelstunde Film, die Rolf Zacher seinem Publikum präsentiert. Das Thema: Herbst in Hoyerhagen.

Nach mehreren historischen Dokumentationen hat Zacher eine Idee aufgegriffen, die er schon seit Jahren mit sich herumträgt. Natürlich gebe es immer wieder Naturfilme im Fernsehen, sagt Zacher, „aber was nützt es mir, etwas über Bremerhaven anzugucken?“. Der Herbst in Hoyerhagen, wo er seit über zwei Jahrzehnten lebt, hat ihn interessiert – und so hat er einen Film gemacht über die Kartoffelernte, über die Holzwirtschaft und über bekannte und weniger bekannte Traditionen. In Hoyerhagen etwa werden jedes Jahr am 3. Oktober Kartoffelpuffer und Brot gebacken, eine lokale Besonderheit, sagt Zacher. Aber auch bekanntere Termine wie Laternelaufen und Erntedankfest fehlen weder im Kalender noch im Film.

Zacher hat nicht viel recherchiert, wie er sagt, aber viel geplant. Ab dem 31. Juli sei er unterwegs gewesen, habe immer wieder verschiedene Orte besucht und die Veränderungen, die die Jahreszeit mit sich bringt, beobachtet. „Als ich das erste Stoppelfeld gesehen habe, dachte ich, jetzt wird’s Zeit, jetzt fange ich an“, erzählt Zacher. Auch die Auswirkungen von Orkan „Friederike“ sind Teil des Films, Zugvögel hingegen hat er kaum gesehen.

„Herbst in Hoyerhagen“ zeigt ein Stück erlebte Natur, das einerseits jeder sehen kann, weil es vor der Haustür ist – das andererseits aber wohl nicht jeder sieht, weil nicht jeder freiwillig einen zweiten Vollzeitjob als Filmemacher auf sich nimmt. Zacher ist 59 Jahre alt, es dauert noch eine Weile, bis er sich ganz seinem Hobby widmen kann. Er ist Autodidakt, hat keinen Kurs besucht, sondern sich alles selbst beigebracht. Jeder Film, sagt Zacher, ist ein Stück mehr Professionalisierung. Zugleich sucht er nach der Herausforderung und probiert neue Programme und Techniken aus: „Da gebe ich nicht auf.“

Nach den Erfolgen seiner historischen Filme – „Hoya 1945 ... endlich Frieden und Freiheit“ sahen ihm zufolge rund 2 200 Menschen – ist Zacher gespannt, wie das neue Werk ankommt. „Es ist ein Film, den man so weggucken kann, ohne Panzer und Krieg, etwa Nettes“, sagt er.

Der Termin der Vorführung im Filmhof Hoya ist Sonntag, 29. April, um 10.30 Uhr. Der Eintritt kostet 6 Euro. 

kab

Quelle: kreiszeitung.de

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