Der schnellste Iron Man

Rüdiger Hartmann gewinnt seine Altersklasse beim Iron Man in Hamburg souverän

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Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 34 Stundenkilometer absolvierte der Nienburger Triathlet die 182 Kilometer lange Fahrradetappe.

Nienburg/Hamburg - Von Leif Rullhusen. 3,8 Kilometer schwimmen, anschließend 182 Kilometer Rad fahren – und zum Finale ein Marathonlauf: Der Iron Man ist mörderisch, er verlangt den Teilnehmern alles ab. Beim offiziellen Iron Man vor zehn Tagen in Hamburg nahmen 2.500 Triathleten diese Herausforderung an. Der Nienburger Rüdiger Hartmann war einer von ihnen.

Der 61-Jährige gewann sogar in seiner Altersklasse und qualifizierte sich damit für legendären Iron Man auf Hawaii. Nach exakt 10 Stunden, 30 Minuten und 51 Sekunden überquerte der Triathlet vom 1. Nienburger SC die Ziellinie – mit 27 Minuten Vorsprung auf den zweitplatzierten in seiner Klasse. 

Um 7 Uhr morgens begann die Tortur in der Alster. Die 3,8 Kilometer legte der Nienburger Ausdauersportler in 1:10:53 zurück. Für die anschließende Fahrradstrecke brauchte Hartmann 5:20:33. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 34 Stundenkilometern. Für die 42,195 Kilometer lange Laufstrecke nahm sich der Nienburger gerade einmal 3:48:44 Zeit.

"Kosten sind zu hoch"

Für Rüdiger Hartmann war der Hamburger Iron Man nach Schwerin 1995 und Roth 1996 sein dritter und letzter. Auch auf einen Start auf Hawaii wird der 61-Jährige verzichten. „Man darf es nicht übertreiben. Ich will meine Gesundheit nicht herausfordern“, begründet Hartmann seine Entscheidung. 

Rüdiger Hartmann und seine Sponsorin Janet Silberfisch.

Der Verzicht auf einen Start beim Hawaii-Iron Man hat noch einen weiteren Grund: „Die Kosten sind einfach zu hoch“, erklärt er. Das überfordert auch die Möglichkeiten seines Nienburger Sponsors „Agentur Frau Silberfisch“. Deren Inhaberin Janet Silberfisch unterstützt den Triathleten schon seit Jahren. Wie auch das Urgestein des Nienburger Triathlons Eckart Eickhoff begleitete sie Hartmann nach Hamburg, um ihn anzufeuern.

Viel trainiert

Seine Strategie zur Bewältigung dieser mörderischen Distanz hört sich ganz einfach an: „Ich war immer locker und habe mich selbst nie unter Druck gesetzt“, erklärt der Sportler. Ganz wichtig sei selbstverständlich die Nahrungsaufnahme während des Wettkampfs. Natürlich ist eine solche Leistung trotzdem nur mit entsprechender Vorbereitung zu erreichen. Allein in den vier Wochen vor dem Start legte Hartmann pro Woche etwa 400 bis 500 Kilometer im Fahrradsattel zurück, lief rund 60 Kilometer und schwamm etwa fünf Kilometer.

Nach dem Zieleinlauf hatte Rüdiger Hartmann sogar noch genügend Energie, den ein oder anderen Plausch zu führen, bevor er sich unter die mehr als verdiente Dusche begab und anschließend mit seiner Frau Christiane Wittenberg in aller Ruhe essen ging. „Jetzt fühle ich mich einfach nur glücklich“, blickt er mit einigen Tagen Abstand zufrieden zurück.

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