Reviere durch Straßen zerschnitten/Geschwindigkeitsbeschränkungen für Autofahrer

Saison für revierübergreifende Jagden beginnt

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Dieses Warnschild sollte ernst genommen werden: Bis in den Januar finden Jagden statt, bei denen Treiber und Jagdhunde das Wild aufscheuchen.

Landkreis - Ab Ende November finden in den Jagdrevieren nicht nur des Forstamtes Nienburg bis in den Januar hinein revierübergreifende Gemeinschaftsjagden statt. Während über den Sommer eher still vom Ansitz aus gejagt wird, beunruhigen bei diesen Jagden Treiber und Jagdhunde das Wild.

Da viele Wälder und Reviere in den Landkreisen durch Straßen zerschnitten werden, ist nicht auszuschließen, dass trotz entsprechender Vorkehrungen Wild und Jagdhunde die Straßen während der Jagd queren.

Runter vom Gas: Jagdhunde und auch das gejagte Wild können plötzlich die Straße überqueren.

50 Stundenkilometer in Gefahrenbereichen

„In einer Gesprächsrunde mit den Straßenverkehrsbehörden der Landkreise Diepholz und Nienburg, dem Forstamt Nienburg und der Polizei haben wir uns auf eine Absenkung der Höchstgeschwindigkeit in solchen Gefahrenbereichen auf 50 Stundenkilometer als sachgerecht verständigt“, erläutert Polizeihauptkommissar Werner Müller von der Polizeidirektion Nienburg/Schaumburg das Vorgehen und ergänzt: „Bei allen Maßnahmen steht die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer an erster Stelle.“

Ein Zusatzschild „Achtung Jagd“ signalisiert dem Autofahrer, dass er mit plötzlich von links oder rechts auftauchendem Wild rechnen muss. Auch Jagdhunde lassen an Straßen nicht von der aufgenommenen Spur ab, sie sind aber an roten Warnhalsbändern oder Warnwesten gut zu erkennen.

Die Bejagung von Rehwild, Damwild und Schwarzwild ist notwendig, um die Wildbestände den land- und forstwirtschaftlichen Erfordernissen anzupassen.

 „Beim Schwarzwild spielt die Vorsorge im Hinblick auf die Afrikanische Schweinepest aktuell eine bestimmende Rolle.“, betont der Betriebsdezernent des Forstamtes, Hubert Wichmann. „Dabei sind großräumige revierübergreifende Bewegungsjagden ein effektives Mittel. Dies setzt eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller beteiligten Reviere voraus.“ 

Allein das Forstamt Nienburg plant in den nächsten zwei Monaten auf beide Landkreise verteilt zwölf Gemeinschaftsjagden zusammen mit seinen Reviernachbarn.

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