Schiff abgeschleppt / Keine Umweltbelastung / Fluss komplett gesperrt

Öltanker auf Weser havariert

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Der Tanker lag manövrierunfähig auf der Weser.

Mehlbergen - Ein Öltanker ist am Samstag auf der Weser in Mehlbergen (Gemeinde Balge) havariert. Mehrere Einsatzkräfte vom Außenbezirk Nienburg im Wasser- und Schifffahrtsamt Verden sowie vom Bauhof Hoya schleppten das Schiff gestern ab – und gaben Entwarnung: „Ladung trat während der Bergungsmaßnahmen nicht in die Weser aus“, sagte EinsatzleiterArne Meins.

Am Sonnabend gegen 15.45 Uhr blieb der Tanker, der 1100 Tonnen Heizöl an Bord hatte, bei Weserkilometer 275,200 – auf Höhe des Hafens und Wohnmobilstellplatzes Marina Mehlbergen – liegen. In der Revierzentrale, der Notfallmeldestelle des Wasser- und Schifffahrtsamts, ging laut Pressemitteilung eine Nachricht ein: „Die Besatzung eines Tankschiffs meldete über Funk, dass die Hauptmaschinenanlage ausgefallen sei und man manövrierunfähig in der Weser auf Höhe der Marina Mehlbergen bei Nienburg treibe. Buganker konnten noch ausgebracht und das Schiff damit zunächst stabilisiert werden. Es bestehe aber die Gefahr, dass der Havarist durch Strömungseinflüsse gegen die sich unter dem Wasserspiegel befindenden Steinschüttungen gedrückt und beschädigt werde.“

Die Revierzentrale informierte daher den Außenbezirk Nienburg des Verdener Wasser- und Schifffahrtsamts über den Notfall. Zunächst versuchte man, den Tanker mit einem anderen, in der Nähe befindlichen Binnenschiff abzuschleppen – allerdings ohne Erfolg.

Deshalb alarmierte das Schifffahrtsamt die Besatzungen seiner Arbeitschiffe „Stolzenau“ und „Büffel“, die sich daraufhin von ihrem aktuellen Standort nördlich von Verden in Bewegung setzten.

Gestern gegen 12 Uhr trafen die Schiffe vor Ort ein, berichtet Arne Meins, Mitarbeiter des Amt-Außenbezirks Nienburg. Die „Stolzenau“ und die „Büffel“ koppelten jeweils längsseits und am Heck des havarierten Tankers und schoben diesen in Richtung Nienburg zum dortigen Güterschiffsanleger.

Während des Transports des knapp 100 Meter langen und 19 Meter breiten Koppelverbands war die Weser für den restlichen Schiffsverkehr komplett gesperrt.

„Die Ursachenermittlungen dauern an, das Schiff wird bis auf Weiteres nicht weiterfahren“, teilte Arne Meins gestern Nachmittag in der Pressemeldung mit. Dass kein Öl ausgetreten ist, sah er als gute Nachricht: „Umweltbelastungen konnten vermieden werden.“

mah

Quelle: kreiszeitung.de

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