Neue „Schloss Einstein“-Staffel startet am Mittwoch

TV-Star aus Leese: Tessa Dökel spielt Luisa in "Schloss Einstein"

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Szenenfoto aus der aktuellen Staffel: Tessa Dökel (l.) als Luisa mit ihrer Filmpartnerin Holly Geddert als Olivia.

Leese - Von Leif Rullhusen. Die Schülerzeitung „X-press“ startet mit neuen Storys durch, der Blog „Luisationell“ geht wieder online: Am Mittwoch um 14.35 Uhr beginnt die 21. Staffel von „Schloss Einstein“ auf Kika mit neuen Folgen. Mit dabei ist seit zwei Jahren Tessa Dökel aus Leese.

Die 15-jährige Schülerin steht als Luisa vor der Kamera. Luisa besucht das Internat „Schloss Einstein“, arbeitet mit ihrer Freundin Olivia an Einsteins Schülerzeitung „X-press“ und betreibt den Blog „Luisationell“. So hält sie die Einsteiner auf dem Laufenden.

Der Weg ans Set war für Tessa so wenig direkt, wie geplant. Die Leeserin kannte die Dauersendung selbstverständlich als Zuschauerin. „Irgendwann wollte ich mir eine verpasste Folge online ansehen und entdeckte den Casting-Aufruf“, erinnert sich Tessa. „Warum eigentlich nicht?“, dachte sich die damals 13-Jährige. Sie bewarb sich, wurde eingeladen und startete zusammen mit Mutter Andrea und ihrer bester Freundin Rike nach Erfurt – dem Produktionsstandort – zur ersten Casting-Runde. Geplant war ein „Mädels-Wochenende“ – heraus kam ein Engagement als Luisa.

Tessa Dökel betrachtet mit ihren Eltern Erinnerungsfotos, die Mutter Andrea gesammelt hat.

Tessa Dökel überzeugte unter anderem mit einer Spontan-Rolle als Aschenbrödel. Es folgte die zweite Casting-Runde und die Absage für sie. „Damit war das Thema für mich abgehakt“, erzählt die Leeserin. Ein knappes Jahr lang erlebte Tessa Dökel die Jugendserie weiter als TV-Zuschauerin. Dann, im Januar 2016, meldete sich die Produktionsfirma bei Tessa mit einer Einladung zum Casting für die neue Rolle der Luisa. Tessa war nach der ersten Absage zunächst hin- und hergerissen, nahm die zweite Chance aber wahr – und stand am 17. Mai 2016 zum ersten Mal in ihrem Leben vor der Kamera. 

Tessa gehört zur Familie von Schloss Einstein

Ein großer, unvergesslicher Moment für den Teenager: „Jetzt bin ich dabei. Jetzt gehöre ich zur Schloss-Einstein-Familie, dachte ich in dem Augenblick“, erzählt Tessa. Die größte Nervenprobe war aber zuvor das Warten auf den erlösenden Anruf der Produktionsfirma nach dem Casting. „Die haben mich am Telefon drei Minuten zappeln lassen“, erinnert sich die junge Schauspielerin.

Bis zum Drehbeginn musste Familie Dökel noch einiges organisieren. Schließlich wird „Schloss Einstein“ in Erfurt gedreht. Die Produktionszeit für eine Staffel läuft von Mai bis Oktober, an fünf Tagen in der Woche. Das bedeutet, Tessa musste eine Gastfamilie finden und die Schule für die Monate wechseln.

Kika: Luisa erobert Einsteiner 

Nachdem diese Dinge geregelt waren, wartete auf Tessa ein voller Terminkalender. An Drehtagen besucht sie vormittags die Schule und steht nachmittags vor der Kamera. Direkt von der Schule bringt sie ein Wagen der Produktionsfirma ans Set. Zuerst geht es zur Kostüm-Anprobe, danach in die Maske und dann vor die Kamera. Bis auf ein paar Pufferzeiten bleibt kaum Zeit zum Durchschnaufen. „Die Drehpläne sind komplett durchgetaktet“, berichtet Tessa. Bis eine Szene im Kasten ist, kann es dauern. „Es gibt auch Onetaker, also Szenen, die beim ersten Mal klappen“, erklärt sie. 

Meistens sei das aber nicht der Fall. Dabei sind es oft gar keine Versprecher der Schauspieler, die eine Wiederholung nötig machen. Manchmal stimmt die Beleuchtung nicht, nach einem Schnitt stehen die Utensilien nicht mehr am selben Platz oder eine Haarsträhne liegt plötzlich anders. Besonders anstrengend werden solche Wiederholungen, wenn man in einer Szene etwas essen oder trinken muss. „Ich musste einmal eine Szene dauernd wiederholen, bei der ich Eis gegessen habe. Mir war anschließend richtig schlecht“, erinnert sich Tessa.

Auch in der aktuellen Staffel arbeitet Luisa (Tessa Dökel, l.) an Einsteins Schülerzeitung "X-press".

Nach Drehende ist für die junge Schauspielerin der Arbeitstag oft noch nicht vorbei. Zuhause, also bei ihrer Gastfamilie, lernt sie abends häufig noch die Sequenzen für den nächsten Tag und auch die Schulaufgaben sind dann noch nicht gemacht.

Freundschaft mit Holly Geddert

Zwei Jahre hat Tessa Dökel diese Doppelbelastung mitgemacht. Über ein drittes denkt sie derzeit nach. Tessa hat sich bislang nicht entschieden. „Gerade im vergangenen Jahr haben mir die Freunde und Familie während der Dreh-Monate schon gefehlt“, erzählt sie. Auf der anderen Seite sind durch die Dreharbeiten natürlich auch enge Freundschaften entstanden. Mit Filmpartnerin Holly Geddert aus Hannover hat sie beispielsweise nicht nur viel Zeit vor der Kamera verbracht. „Wir sind – zusammengerechnet – allein während der letzten Staffel vier komplette Tage lang zusammen Zug gefahren. Fast jedes Wochenende nach Hause und wieder nach Erfurt“, erzählt Tessa. „Außerdem ist es schön, wenn man sich vom selbst verdienten Geld etwas kauft.“ 

Über die Höhe ihrer Gage schweigt Tessa Dökel. „Einen Ziegelstein für mein zukünftiges Haus habe ich schon zusammen“, sagt sie. Ein eigenes Haus und eine Familie – das ist ihr Traum. „Reich und berühmt möchte ich gar nicht werden.“ Letzteres ist sie allerdings schon – zumindest ein bisschen. Erst vor kurzem hat es an der Haustür der Dökels in Leese geklingelt. Zwei kleine Mädchen erkundigten sich schüchtern, ob Tessa zuhause sei und sie ein Autogramm bekommen könnten. Und auch auf der Straße ist Tessa Dökel schon danach gefragt worden.

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