Neuer Defibrillator steht auch Kindergarten zur Verfügung / Altgerät nach Hoyerhagen

Schnelle Hilfe bei Herzattacken im Freibad Hoya

Fachhändler Friedrich Kruse (rechts) erklärte dem Freibad-Team in Hoya um Holger Kautsch und Kerstin Bröker die Bedienung des neuen Defibrillators, der ab sofort im Büro des Schwimmmeisters zu finden ist. ·
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Fachhändler Friedrich Kruse (rechts) erklärte dem Freibad-Team in Hoya um Holger Kautsch und Kerstin Bröker die Bedienung des neuen Defibrillators, der ab sofort im Büro des Schwimmmeisters zu finden ist. ·

Hoya - Von Marvin Köhnken. Immer auf dem neuesten Stand und auch für Laien einfach zu bedienen ist der neue Defibrillator, der ab sofort im Freizeitbad in Hoya vorhanden ist. Das rund 1 500 Euro teure Gerät ist im Gegensatz zum Vorgängermodell vor Strahlwasser geschützt.

Im Fall eines Herzkammerflimmerns, wenn also der Kreislauf eines Menschen unvermittelt zusammenbricht, ist schnelle Hilfe unerlässlich. Damit den Ersthelfern die Versorgung der Betroffenen auch ohne eine fundierte Ausbildung gelingt, ist der neue Defibrillator ein nützliches Hilfsmittel, sagt Friedrich Kruse. Der Fachhändler aus Mark lohe hat die Funktionsweise des neuen Geräts am Freitagnachmittag dem Team von Schwimmmeister Holger Kautsch vorgestellt.

„Innerhalb von drei bis fünf Minuten müssen Erste-Hilfe-Maßnahmen vorgenommen werden“, mahnte Friedrich Kruse. „Wenn man bedenkt, dass ein Rettungswagen bis zu zwei Minuten zum Ausrücken plus pro Kilometer Strecke zum Ziel eine Minute benötigt, wird deutlich, wie wichtig ein Defibrillator vor Ort ist.“

Das neue Gerät, das während der Öffnungszeiten des Bads auch bei Notfällen in der näheren Umgebung, etwa im Kindergarten oder im Fitnessstudio, genutzt werden kann, leitet den Ersthelfer per Sprachausgabe an und prüft selbstständig, ob Elektroschocks abgegeben werden müssen. Alle Vorgänge protokolliert es für die anrückenden Retter und ermöglicht so eine reibungslose Übernahme des Patienten.

Der Vorgänger-Defibrillator soll künftig im Notfall Besuchern des Sportplatzes und des Dorfgemeinschaftshauses in Hoyerhagen helfen. Die Gemeinde hat ihn von der Samtgemeinde übernommen, weil die örtlichen Vereine angeregt hatten, einen Defibrillator zu kaufen. So kam Hoyerhagen günstig an ein Gerät, für das die Gemeinde bei einem Neukauf deutlich mehr hätte ausgeben müssen. Dass der alte Defibrillator nicht strahlwassergeschützt ist, spielt auf dem Sportplatz keine Rolle.

Das neue Gerät im Freibad lässt sich mittels Speicherkarte immer auf dem neuesten Stand der medizinischen Erkenntnisse halten. Die Batterie hält rund drei Jahre und wird vom Hersteller bei Bedarf umgehend ausgetauscht.

Quelle: kreiszeitung.de

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