Schüler versendet Drohungen über WhatsApp

Nicht alle Inhalte sind harmlos, die mit dem Smartphone getauscht werden.
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Nicht alle Inhalte sind harmlos, die mit dem Smartphone getauscht werden.

Hoya - Ein Eystruper Schüler hat in einem WhatsApp-Chat Drohungen an einen Mitschüler geschickt.

Dies hatte sich ein 13-jähriger Schüler aus Eystrup sicherlich anders vorgestellt: Als vermeintlichen Spaß schrieb er am gestrigen Nachmittag einem anderen Schulkind, dass dieses am heutigen Donnerstag „seine Schule besser nicht aufsuchen sollte“. Wie die Polizei berichtet, untermalte er diese und weitere Drohungen mit einem Gewaltbild und dem Bild einer Waffe und versendete sie digital.

Durch den längeren Dialog stark verunsichert, suchte das Kind Rat bei den Eltern und schließlich gemeinsam mit der Mutter auch bei der Polizei. Obwohl die eingesetzten Beamten nach einer intensiven Bewertung des Sachverhaltes von keiner realen Bedrohungssituation durch den bis dahin unbekannten Schreiber ausgingen, nahm die Polizei die Situation ernst.

Zu Beginn der Unterrichtszeit suchten deswegen am Donnerstagmorgen zahlreiche Kräfte des Polizeikommissariates Hoya die Schule auf und haben sowohl in Uniform als auch in ziviler Kleidung Präsenz gezeigt. Diese Maßnahme hatte nicht nur einen präventiven Charakter, sondern führte zu einem steigenden Sicherheitsgefühl bei Schüler- und Lehrerschaft, die zumindest in Teilbereichen verunsichert waren.

Da sich der WhatsApp-Chat unter den Schülern herumgesprochen hatte, zeigte das polizeiliche Aufgebot Wirkung: Aufgrund eines Hinweises aus der Schülerschaft konnte der mutmaßliche Verursacher des Einsatzes ermittelt werden. Nach einem richterlichen Beschluss zur Wohnungsdurchsuchung zwecks Gefahrenabwehr konnte der Schüler an seiner Wohnanschrift angetroffen werden. Der Junge räumte bei Eintreffen der Beamten sein Fehlverhalten ein, entsprechende Beweismittel wurden sichergestellt.

Abschließend konnte festgestellt werden, dass zu keinem Zeitpunkt Schüler oder Lehrer der betroffenen Schule tatsächlich in Gefahr waren und die tags zuvor getroffene polizeiliche Einschätzung der Lage erfreulicherweise zutraf. Es wird nun seitens der Polizei geprüft, ob die Einsatzkosten in Rechnung gestellt werden können.

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