Grenzwerte deutlich unterschritten / „Bauern zahlen Zeche“

Schweinefleisch im Kreis ohne Dioxin-Befund

Tobias Göckeritz inmitten seiner Schweine im Stall seines Betriebes in Sonnenborstel.

Nienburg - NIENBURG (ru) · „Ohne Befund“, lautet das bislang vorliegende Untersuchungsergebnis von Probeschlachtungen. „Die zulässigen Dioxin-Grenzwerte wurden deutlich unterschritten“, zieht Tobias Göckeritz, Vorsitzender des Landvolkes Mittelweser eine erste Bilanz.

Im Rahmen des Dioxinskandals rund um den Futtermittelhersteller Harles und Jentzsch wurden auch landwirtschaftliche Betriebe im Landkreis Nienburg mit so genanntem Risikofutter beliefert. Futter, das möglicherweise verseuchte Fette enthält und damit belastet ist.

Bereits vergangene Woche hatten Dr. Franz Schreiner, Leiter des Fachbereichs für Veterinärwesen und Lebensmittelkontrolle beim Landkreis, und Göckeritz auf der ganzen Linie Entwarnung gegeben. Erhöhte Dioxinwerte waren nicht entdeckt worden.

Trotzdem gingen die betroffenen Betriebe aus dem Landkreis Nienburg über die gesetzlichen Vorschriften hinaus auf Nummer sicher und ließen Tiere aus den Risikogruppen schlachten. Die untersuchte ein zertifiziertes Institut in Emstek anschließend auf Dioxin. Bereits am Dienstag sollten die Ergebnisse vorliegen. Es dauerte aber bis zum frühen Donnerstagabend. Um 17.22 Uhr lieferte das Institut die ersten Resultate. Die sind den Erwartungen entsprechend ohne Befund und bestätigen damit die bereits vorab initiierten Futtermitteluntersuchungen.

Noch fehlen etwa 15 der 56 Auswertungen. Mit einem abweichenden Ergebnis sei auch da nicht zu rechnen. Der Verdacht, Masttiere im Landkreis könnten verunreinigtes Futtermittel gefressen haben, sei damit restlos ausgeräumt, betont Göckeritz.

Der finanzielle Schaden für die Landwirte dagegen noch lange nicht. Denn die haben nicht nur Einnahmeverluste durch vorübergehend gesperrte Ställe. Seit dem Ausbruch des Dioxinskandals sind die Schweinepreise massiv in den Keller gefallen. Pro Tier mache ein Schweinehalter derzeit 24 Euro Verlust, rechnet der Landvolk-Vorsitzende vor. Er selbst verkauft im Jahr rund 5 000 der Borstentiere.

Quelle: kreiszeitung.de

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