Heimvolkshochschule: Neue Direktorin

Zug soll sanft über die Weiche rollen

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Die Einarbeitung hat längst begonnen. Rainer Bungenstock und Berbel Unruh bleibt nahezu ein Jahr, um die Heimvolkshochschule und sich auf die neue Situation vorzubereiten. ·

Nienburg - LOCCUM · Ab 2013 steht die Evangelische Heimvolkshochschule (HVHS) Loccum erstmals in ihrer 60-jährigen Geschichte nicht unter der Leitung eines Pastors. Noch ist Berbel Unruh die Stellvertreterin von Direktor Rainer Bungenstock, dann übernimmt sie seinen Posten.

Vor drei Jahren ist die Kulturpädagogin zum pädagogischen Team der Heimvolkshochschule gekommen und hat seitdem in vielen Bereichen und mit wechselnden Schwerpunkten das Programm der Bildungseinrichtung gestaltet. Die Entscheidung sei dem Vorstand der HVHS leicht gefallen, Berbel Unruh die Leitung anzubieten, sagt der Vorsitzende des Vorstands, Leonard Bebing. Und so früh habe sich der Vorstand entschieden, damit „der Zug nicht huckelt, sondern sanft über die Weiche fährt“, fügt Direktor Rainer Bungenstock hinzu. Den sanften Übergang in der Leitung bereiten er und Unruh schon jetzt vor, die Einarbeitungsphase hat begonnen.

Seit mehreren Jahren schon stand für die Bildungseinrichtung fest, dass die Pensionierung von Bungenstock weitreichende Veränderungen mit sich bringen dürfte. Damals entließ die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover die Heimvolkshochschulen in die Selbstständigkeit – was im Klartext hieß, dass die finanzielle Unterstützung der Landeskirche schrittweise bis auf Null zurückgefahren werden sollte. „Null“ ist zum Ende dieses Jahres erreicht, denn der letzte Posten im Haushaltsplan der Landeskirche ist Kein Geld mehr von

der Landeskirche

Bungenstocks Pastoren-Gehalt. Neu besetzt werden soll die Pastorenstelle nicht, also ist auch kein Geld von dieser Seite mehr zu erwarten.

Damit ist der Weg für Berbel Unruh frei. Schulische Themen, Begleitung von Familien in unterschiedlichen Lebenslagen, der Ausbau der HVHS als Kompetenzzentrum für das Ehrenamt und die regionale Entwicklung für Stadt und Landkreis sieht auch sie als vorrangige Aufgaben, die sie bewältigen, aufrecht erhalten und ausbauen will. Mindestens ebenso wichtig ist ihr aber der Erhalt des theologischen Profils. „Wir werden eine Bildungseinrichtung mit evangelischem Hintergrund bleiben“, sagt sie. Dazu gehöre auch, dass das pädagogische Team wieder aufgestockt werde und möglichst ein Pastor oder eine Pastorin die theologischen Angebote auch in Zukunft mit Leben füllen werde. · ade

Quelle: kreiszeitung.de

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