Haus soll im Sommer bezugsfertig sein / Sieben Mietwohnungen über Filiale

Sparkassen-Neubau mit Anklängen an Vorgängerbau

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Der Neubau

Hoya - Von Michael Wendt. Jetzt geht’s los: Nach dem Abriss des alten Sparkassen-Gebäudes in Hoya lag das Grundstück an der Ecke Knesestraße/Lange Straße zuletzt einige Zeit brach. Vergangene Woche haben dann die Arbeiten am Fundament begonnen. Am Dienstag informierte die Sparkasse unsere Zeitung darüber, wie das neue Gebäude aussehen soll, wer es baut, für wann die Fertigstellung geplant ist und wer außer dem Geldinstitut noch einzieht.

Grundstück

An den mittlerweile ausgehobenen Gräben für das Fundament lässt sich sehen, wo das Haus stehen und wie groß es sein wird. Deutlich zu erkennen: Es rückt im Vergleich zum Vorgängerbau, der direkt auf den Grundstücksgrenzen stand, etwas nach hinten – sowohl an der Knesestraße als auch der Langen Straße. Möglich macht dies der Erwerb des Nachbargrundstücks, auf dem das mittlerweile abgerissene von-Ahsen-Gebäude stand.

Der Neubau

„Durch den Zukauf des zweiten Grundstücks müssen wir nicht mehr einen so langen Schlauch bauen, wie es die Vorgänger-Filiale war“, sagt Jens Müller. Er ist Geschäftsführer des Bauherren, der NEW-Immobilien GmbH aus Nienburg, einer hundertprozentigen Tochter der Sparkasse Nienburg. Sie baut das Gebäude und vermietet die Geschäftsräume anschließend an die Sparkasse.

Hinter dem Haus entstehen ein Kunden-Parkplatz und eine Carport-Anlage für die Mieter.

Optik

Optisch soll sich der Neubau stimmig in das Umfeld einfügen. Wie mehrere Häuser der Umgebung wird er rot verklinkert und bekommt zum Teil ein klassisches Satteldach.

Blick auf die Fundamentgräben.

Tatsächlich sieht der Neubau-Entwurf der Anfang des Jahres abgerissenen Sparkassen-Filiale recht ähnlich. Wie diese bekommt der Neubau einen Giebel zur Knesestraße hin, erhält zum Teil ein Flachdach und wird optisch geprägt von horizontalen Strukturen, die sich durch Balkons, Loggien und Flachdach ergeben.

Nutzung

Im ersten und zweiten Obergeschoss entstehen sieben Mietwohnungen mit Größen zwischen 70 und 120 Quadratmetern – allesamt barrierefrei und mit einem Fahrstuhl zu erreichen. Das Erdgeschoss wird komplett von der Sparkasse belegt. Sie bekommt einen Eingang zur Langen Straße und einen zum Parkplatz hin.

Höhe

Ursprünglich sollte das Haus 14,50 Meter hoch werden. Das war dem Bauamt des Landkreises etwas zu hoch. Angesichts des Umfelds begrenzte es die Höhe auf 13,50 Meter. „Die reduzierte Höhe war für uns kein Problem, allerdings hat sich die Bauzeit verlängert“, sagt Jens Müller. Denn die NEW musste die Bauzeichnungen ändern und erneut beim Landkreis zur Genehmigung einreichen. Sie sollte zudem nachweisen, dass die Geräuschentwicklung der zu installierenden Luft-Wärmepumpe die Nachbarn nicht stören wird. Das alles zusammen hat die Baugenehmigung um einige Wochen verzögert.

Der Neubau

Grundsätzliche Änderungen zum Plan haben sich laut Jens Müller aber nicht ergeben. Das Dach sei nun etwas weniger stark geneigt. Am Zuschnitt der Wohnungen ändere sich aber nichts.

Gestaltung

In der Sparkasse ist der Selbstbedienungsbereich künftig mit dem Beratungsbereich verbunden und wird nach Geschäftsschluss durch Glaswände von diesem abgetrennt. So macht es die Sparkasse auch in Eystrup, wo sie 2015 eine neue Geschäftsstelle eröffnete. Zwar sieht die Hoyaer Filiale äußerlich deutlich anders aus als der grau verklinkerte Flachdachbau in Eystrup. „In der Inneneinrichtung wird man aber Parallelen erkennen“, sagt Sparkassen-Vorstand Wilfried Schmierer. Wie genau die Einrichtung aussehen wird, stehe jedoch noch nicht fest.

Bauunternehmer

Dafür ist die Banco GmbH zuständig. Die Firma aus Minden hat sich auf Sparkassen-Bauten spezialisiert und wurde von der NEW als Generalunternehmen für die Hoyaer Sparkassen-Geschäftsstelle eingesetzt. Die Bauarbeiten sollen vorrangig durch heimische Firmen erfolgen, betont Jens Müller.

Zeitplan

Wegen der Verzögerung bei der Baugenehmigung ist das ursprüngliche Ziel der Fertigstellung im Frühjahr 2018 nicht mehr zu erreichen. Jens Müller: „Unser Ziel ist nun der Sommer. Wir wünschen uns natürlich, im Frühsommer einziehen zu können, müssen aber abwarten, wie der Winter wird.“

Ausweichquartier

Bis zum Umzug finden Kunden ihre Ansprechpartner an der Bücker Straße 1. „Die Räume sind eine gute Alternative und für eine Übergangszeit kein Problem“, sagt Filialleiter Fritz Thölke. Vorstand Wilfried Schmierer fügt angesichts der beengten Situation im Kundencenter lächelnd hinzu: „Die Kollegen dort sind nahe am Kunden.“

Auch nach Eröffnung des Neubaus soll es im Bereich Rewe-/Aldi-Markt an der Bücker Straße einen Geldautomaten der Sparkasse geben. Ob dieser weiterhin an der Bücker Straße 1 zu finden sein wird, steht laut Schmierer noch nicht fest.

Die Beratungsräume im Obergeschoss benötigt die Sparkasse nach Eröffnung des Neubaus jedenfalls nicht mehr. Sie sind nur angemietet, das Gebäude an der Bücker Straße gehört einem Immobilienfonds.

Quelle: kreiszeitung.de

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