Stade – Landesbergen: Amt für regionale Landesentwicklung informiert

2022 soll der Neubau der Stromtrasse fertig sein

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Vertreter aus fünf Landkreisen, durch die sich die 220-kV-Stromtrasse von Stade nach Landesbergen zieht, informierten sich gestern im Gasthaus Thöle in Bücken über den Stand des Vorhabens, die Kapazität bis 2022 auf 380 kV zu erhöhen.

Bücken/Nienburg - Von Kurt Henschel. Die Bürger so früh wie möglich „mitnehmen“ – das wollen sowohl der Stromnetzbetreiber „TenneT“ als auch das Amt für regionale Landesentwicklung in Lüneburg. So kam es gestern nach mehreren Informations-Märkten zu einer sogenannten „Antragskonferenz“ im Gasthaus Thöle in Bücken. Thema dort: Der Neubau einer Stromtrasse von Stade nach Landesbergen als Ersatz für die bestehende 220-kV-Leitung, deren Transport-Leistung künftig 380 kV betragen soll.

Die bestehende Trasse zieht sich durch die Landkreise Stade, Rotenburg, Verden, Nienburg und Diepholz. In Bücken waren deshalb Vertreter von Behörden und Verbänden aus diesen Regionen dabei, um sich über den Stand der Planungen zu informieren. Unter ihnen – relativ entspannt – Detlef Meyer als Hoyas Samtgemeindebürgermeister sowie die Ortsbürgermeister Wilhelm Schröder (Bücken), Johann Hustedt (Hilgermissen), Hermann Heuermann (Warpe) sowie Bernd Meyer (Schweringen). Grund für deren relative Gelassenheit: „Wenn die neue Trasse so verläuft wie die vorhandene, dann ist alles okay“, signalisierte beispielsweise Detlef Meyer.

Und das soll sie auch: Die Mitarbeiter der Raumordnungsbehörde, dem Amt für regionale Landesentwicklung in Lüneburg, und die „TenneT“-Bürgerreferentin Carolin Kürth bestätigten das. „Da wir den Ersatz-Neubau brauchen, um das im Zusammenhang mit der Energiewende schon jetzt völlig überlastete Netz zu stärken, können wir die Gelegenheit nutzen, in einigen Bereichen Verbesserungen in der Trassenführung zu realisieren“, sagte Kürth und nannte als Beispiel Wietzen. Dort könnte die künftige 380-kV-Leitung einen etwas größeren Bogen um den Ort machen.

Fakt ist, dass die vorhandene Leitung inklusive der Masten (die Raumordner aus Lüneburg benutzen den Plural „Maste“) verschwindet und neue Masten mit stärkeren Drähten zu errichten sind. Die jetzigen Masten könnten das Gewicht der künftigen Kabel nicht tragen und hätten auch nicht die erforderliche Höhe von zwischen 55 und 70 Metern, so die Planer.

Der Neubau soll übrigens im Jahr 2022 abgeschlossen sein. Bis dahin gelte es, alles Notwendige so einzuleiten, um das Planfeststellungsverfahren eröffnen zu können. Dabei spiele auch das Umspannwerk in Wechold eine Rolle, erklärte Dr. Arno Gramatte von der Lüneburger Behörde: „Für die Schaltanlage in Wechold muss Ersatz her, da dort ein Ausbau auf 380 kV nicht möglich ist.“ Der künftige Standort sei aber noch nicht festgelegt, so Gramatte.

Zu sehen bekamen die Teilnehmer der Zusammenkunft verschiedene Mast- und Fundament-Varianten, zu hören gab es viele Details über die Bereiche, mit denen sich die Spezialisten des Amtes für regionale Landesentwicklung derzeit zu beschäftigen hätten. Flächennutzung, Siedlungsstruktur, Regionalplanung sowie Natur und Landschaft sind einige dieser Bereiche, deren intensive Analyse bis 2022 zum Ziel führen soll.

Die Strecke von Stade bis Landesbergen ist übrigens rund 145 Kilometer lang, erklärte Carolin Kürth. Die Ausbau-Kosten seien nicht genau zu beziffern, lägen aber zwischen einer und 1,5 Millionen Euro pro Ausbau-Kilometer. Da komme auf „TenneT“ als Träger der Maßnahme ein Betrag zwischen 145 und knapp 218 Millionen Euro zu.

Weitere Infos im Internet unter

www.tennet.eu

Quelle: kreiszeitung.de

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