Stadt Nienburg präsentiert neuen Saug- und Spülwagen

Mit beheiztem Kleiderschrank

+
Der Stadtentwässerung, Ivar Buchheister (l.), erklärt Bürgermeister Henning Onkes die technischen Details des neuen Saug- und Spülwagens.

NIENBURG - von Leif Rullhusen. Einige Ausstattungsdetails laden fast zu einem Wintercamping-Trip ein. Der neue Saug- und Spülwagen der Stadt Nienburg besitzt nämlich einen beheizten Kleiderschrank. Selbst fließend Wasser fehlt nicht an Bord des 350 000 Euro teuren Neuerwerbs.

NIENBURG - von Leif Rullhusen. Einige Ausstattungsdetails laden fast zu einem Wintercamping-Trip ein. Der neue Saug- und Spülwagen der Stadt Nienburg besitzt nämlich einen beheizten Kleiderschrank. Selbst fließend Wasser fehlt nicht an Bord des 350 000 Euro teuren Neuerwerbs. Beides keine Spielerei, wie Andreas Peimann erklärt. „Wir sind vor allem bei Regen und Schietwetter unterwegs. Da ist es angenehm, wenn unsere Jacken zwischendurch wieder trocknen“, erklärt der Mitarbeiter des Baubetriebshofes, der zusammen mit Terence Cavanagh die Stammbesatzung des 26 Tonnen schweren und 400 PS starken MAN-Boliden bildet. Auch die Möglichkeit, sich nach einem Einsatz an den Schmutzwasserkanälen die Hände waschen zu können, bevor man zur Pausenstulle greife, sei ein durchaus nützliches Detail und kein Luxus. Gemeinsam mit Ivar Buchheister, dem Sachgebietsleiter Stadtentwässerung, stellten Cavanagh und Peimann das High-Tech-Gerät am Montag Bürgermeister Henning Onkes vor. Der Saug- und Spülwagen, der seinen 14 Jahre alten Vorgänger ersetzt, ist unter anderem mit einem sogenannten teleskopierbaren Ausleger für die massiven Saug- und Spülschläuche ausgerüstet. „Der erleichtert uns die Arbeit enorm“, erklärt Peimann. Beim Vorgängermodell musste die Besatzung die massiven Schläuche oft mit purer Muskelkraft über Hindernisse, wie Gartenzäune hinweg wuchten, um an Gullys oder Kanäle zu gelangen. Diese Aufgabe übernimmt jetzt der Teleskoparm. Ein weiterer Vorteil: Früher lag der Schlauch dann oft quer auf dem Fußweg. Eine Hürde unter anderem für Fahrradfahrer und Menschen mit Rollator oder Rollstuhl. Jetzt hält der Ausleger die Schläuche so hoch, dass sie bequem unterquert werden können. Unterqueren kann der MAN übrigens auch Nienburgs neuralgischen Punkt, die Eisenbahnbrücke über die Verdener Straße. Deshalb wurde das Fahrgestell eigens auf Wunsch der Stadt tiefergelegt. Exakt 3,50 Meter ist es hoch. „Da wir den ganzen Tag in der Stadt unterwegs sind, ist das sehr wichtig, zumal wir auch an den Kanal unter der Brücke müssen“, erklärt Buchheister. Neben den täglichen Einsätzen in der Stadt wird der MAN im Rahmen von interkommunaler Zusammenarbeit zukünftig auch in den Nachbargemeinden anzutreffen sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Politik

Behinderungen wegen bundesweiter Warnstreiks im Nahverkehr

Behinderungen wegen bundesweiter Warnstreiks im Nahverkehr
Technik

Series 6: Die Apple Watch will immer höher hinaus

Series 6: Die Apple Watch will immer höher hinaus
Auto

Was moderne Navis alles können

Was moderne Navis alles können
Auto

So kontert die PS-Fraktion den SUV-Boom

So kontert die PS-Fraktion den SUV-Boom

Meistgelesene Artikel

Liebenau: Maishäcksler durch Steinfalle beschädigt

Liebenau: Maishäcksler durch Steinfalle beschädigt

Jäger verwechselt Kollegen mit Nutria und erschießt ihn

Jäger verwechselt Kollegen mit Nutria und erschießt ihn

Tödlicher Unfall: Frau tritt auf Straße und wird von Auto erfasst

Tödlicher Unfall: Frau tritt auf Straße und wird von Auto erfasst

Ranghöchste Polizistin Niedersachsens arbeitet in Nienburg

Ranghöchste Polizistin Niedersachsens arbeitet in Nienburg

Kommentare