Stadt Nienburg schert aus und zahlt nicht / Dreijährigen Pilotphase

Bald gibt es Gutscheine für Katzen-Kastration

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Für die Kastration von Katzen geben die Kommunen im Landkreis ab 1. April Gutscheine aus.

Nienburg - Die Kommunen und die praktizierenden Tierärzte starten auf Initiative des Landkreises Nienburg in Kürze ihr gemeinsames Projekt zur Eindämmung der Katzen-Population im Kreisgebiet. Dieses soll Katzen-Halter dazu animieren, ihre Katzen kastrieren zu lassen, teilte Landkreis-Pressesprecher Torsten Rötschke mit.

Ab Mittwoch, 1. April, so Rötschke in der gestern vorgelegten Pressemitteilung, geben die Gemeinden Gutscheine mit einem Wert von 25 Euro aus, die Besitzer von Katzen bei den praktizierenden Tierärzten im Landkreis einlösen können. Die Tierärzte ihrerseits beteiligen sich an der Aktion, indem sie zusätzlich unentgeltlich jedes im Rahmen der Gutschein-Aktion kastrierte Tier mit Mikrochip kennzeichnen und in einer bundesweiten Datenbank registrieren. Die Gutscheine erhalten damit einen deutlichen Mehrwert.

Profitieren von dieser Aktion können ohne Einschränkung alle Tierhalter im Landkreis Nienburg, die ihren Wohnsitz außerhalb der Stadt Nienburg haben. Denn: Die Stadt Nienburg selbst beteiligt sich nicht an der Gutschein-Aktion.

Wer seine Katze kastrieren lassen möchte, sollte sich an das jeweilige Ordnungsamt seiner Wohnsitz-Gemeinde wenden. Dieses stellt für den Halter einen namentlichen Gutschein aus. Die Anzahl der je Gemeinde bereitstehenden Gutscheine ist dabei jedoch begrenzt: „Kreisweit stehen pro Jahr insgesamt rund 360 Gutscheine zur Verfügung“, so Rötschke.

Mit dem Projekt, das zunächst auf drei Jahre angelegt ist, ist unter anderem angepeilt, die angestiegene Zahl verwilderter Hauskatzen in bestimmten Bereichen sowie der erschöpften Aufnahme-Kapazitäten für Katzen in Tierheimen entgegenzuwirken.

Um bei den verwilderten Hauskatzen wirksame Erfolge erzielen zu können, hat der Landkreis zusätzlich ein Budget in Höhe von 3000 Euro bereitgestellt, das in Abstimmung mit den Tierschutzverbänden für gezielte Kastrations-Maßnahmen Verwendung finden soll. Was in diesem Fall die Stadt Nienburg betrifft, so stellt diese für ihren Bereich den verschiedenen Tierschutz-Organisationen zusätzliche Mittel bereit.

„Nach Ablauf der dreijährigen Pilotphase wollen die Akteure mit den Tierschutzverbänden bewerten, ob das Projekt Wirkung gezeigt hat“, so Rötschke.

Quelle: kreiszeitung.de

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