Rat der Stadt Nienburg stimmt Hotelneubau mit großer Mehrheit zu

„Zahlen, die der Stadt gut tun“

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Das ehemalige Altenheim wird dem neuen Vier-Sterne-Hotel weichen. Deutlich erkannbar ist aus dieser Perspektive die Nähe zur Innenstadt.

NIENBURG - von Leif Rullhusen. Beruhigt trat Rolf Specht am Dienstagabend seine Heimreise nach Bremen an. Erwartungsgemäß stimmte der Nienburger Stadtrat zuvor mit großer Mehrheit dem Hotelneubau am „Wesavi“ sowie einer entsprechenden Flächennutzungsplanänderung zu.

NIENBURG - von Leif Rullhusen. Beruhigt trat Rolf Specht am Dienstagabend seine Heimreise nach Bremen an. Erwartungsgemäß stimmte der Nienburger Stadtrat zuvor mit großer Mehrheit dem Hotelneubau am „Wesavi“ sowie einer entsprechenden Flächennutzungsplanänderung zu. Specht, Investor und geschäftsführende Gesellschafter der „Residenz-Gruppe Bremen“, kann nun schon einmal in die konkreten Planungen seines Neun-Millionen-Euro-Projektes einsteigen.

Lediglich die Ratsherren Georg Hennig (CDU) und Frank Podehl (WG) hatten gegen das Projekt votiert. „19 Meter sind zu hoch. Ich hoffe, dass wir das Hotel mit einem Stockwerk weniger hinbekommen“, argumentierte Hennig stellvertretend für beide. „Das Hotel muss sich der Umgebung anpassen“, verteidigt Podehl seine Gegenstimme im Anschluss an die Sitzung gegenüber dem BlickPunkt. Die richte sich – wie die von Hennig – lediglich gegen die geplanten fünf Etagen und nicht gegen das Hotelprojekt an sich. Es sei möglich, die entsprechende Zimmerzahl auch mit einer Etage weniger zu realisieren.

Vor der Abstimmung versicherten die Stadtratsfraktionen nochmals und ausnahmslos ihre Unterstützung für das Projekt. Auch Bürgermeister Henning Onkes legte, wie bereits im Stadtentwicklungsausschuss vorvergangene Woche, nochmals die Argumente für den Hotelneubau dar. Der soll mit seinen 80 Gästezimmern im Vier-Sterne-Bereich den chronischen Mangel an Übernachtungsmöglichkeiten in der Kreisstadt beseitigen. Aktuell gingen Nienburg rund 4000 Übernachtungen im Jahr an das Umland verloren, rechnete der Bürgermeister vor. Das entspreche einem jährlichen Verlust an Steuereinnahmen von 100 000 Euro. Zudem würden durch den Bau des Hotels neun Millionen Euro investiert und es entstünden zahlreiche neue Arbeitsplätze. „Das sind alles Zahlen, die der Stadt gut tun“, betonte Onkes.

Es sei allerdings wichtig, sich aufgrund der Höhe des Projektes unter anderem intensiv mit dem Schattenwurf auseinander zu setzen, mahnte Klaas Warnecke (SPD). Auch müsse man deshalb sämtliche Kritikpunkte – vor allem von den Nachbarn – ernst nehmen und öffentlich diskutieren. Als „nicht ganz problemfrei“ bezeichnete CDU-Fraktionschef Hans-Peter Rübenack den Standort. Der Grund: Ein begrenztes Areal, die gewünschte Zimmerzahl und der notwendige Parkraum müssten in ein schlüssiges Gesamtkonzept integriert werden. „Hier werden wir in der Zukunft noch einige Lösungen finden müssen“, ist sich Rübenack sicher, versicherte aber zugleich: „Das Hotel wollen wir!“ Genau wie alle anderen.

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