Standesamt gibt Statistik bekannt

Zahl der Trauungen nimmt ab

Hoya - Von Charlotte Reinhard. „2014 war in Bezug auf die Eheschließungen in der Samtgemeinde ein schwaches Jahr“, resümiert Stefanie Schomburg, die im Rathaus Hoya für das Standesamt zuständig ist und jetzt die Statistik des vergangenen Jahrs bekannt gab. Demnach hätten sich in der Samtgemeinde 2014 64 Paare getraut. Im Jahr zuvor waren es noch 82 gewesen.

Was die Gründe für diesen Rückgang sind, kann Schomburg nicht sagen. Doch dieser Trend wird sich wohl nicht fortsetzen: „Im Januar 2015 sind bei uns bereits 35 Reservierungen für die Trauzimmer eingegangen“, berichtet Schomburg.

Den Heiratswilligen stünden in der Samtgemeinde sechs Zimmer zur Verfügung: jeweils eins im Rathaus Hoya, im Rathaus Eystrup, im Kulturzentrum Martinskirche, in der Mühle Margarethe in Eystrup, in der Busch‘ens Mühle in Nordholz und seit Mai 2014 auch im Wecholder Heimathaus. Dort heirateten 2014 vier Paare. Am häufigsten wurde das Trauzimmer im Rathaus Hoya mit 27 Trauungen genutzt. Auch das Kulturzentrum Martinskirche war mit 15 Eheschließungen recht beliebt, dann folgen die Busch'ens Mühle mit elf und das Rathaus Eystrup mit sechs Hochzeiten. In der Mühle Margarethe in Eystrup heiratete ein Paar.

19 Trauungen entfielen auf einen Samstag. „Viele, die heiraten, wollen ihre Familien dabei haben, ohne dass sich alle einen Urlaubstag nehmen müssen“, erklärt Schomburg. Der beliebteste Hochzeitstag war 2014, genau wie 2013, der Freitag mit 26 Eheschließungen.

Juni und September waren im vergangenen Jahr mit zehn Trauungen die beliebtesten Heiratsmonate. Der Juni wurde auch ein Jahr zuvor von vielen Paaren favorisiert (zehn Trauungen). Der Dezember 2013 war noch begehrter: In diesem Monat schlossen 13 Heiratswillige den Bund fürs Leben.

Von den Frauen und Männern, die sich 2014 trauen ließen, waren 93 ledig und 34 geschieden. Eine Person war verwitwet. 2013 sahen die Zahlen in diesem Bereich ähnlich aus.

Auch bei der Staatsangehörigkeit der Heiratenden tat sich nicht viel: 2014 hatten 124 einen deutschen Pass, vier einen ausländischen. 2013 waren 161 Deutsche, drei kamen aus dem Ausland.

Wenige Überraschungen hatte Schomburg auch beim Ehenamen zu bieten: „Da sind die Menschen hier recht konservativ.“ 54 Paare entschieden sich für den Namen des Manns, nur zwei für den der Frau. Achtmal behielten beide ihren Geburtsnamen, siebenmal gab es einen Doppelnamen.

Das Durchschnittsalter der Eheschließenden war 2014 mit 37 Jahren (2013: 36 Jahre) recht hoch. „Allerdings gab es auch ein paar geschiedene Bräute und Bräutigams, die ja oft etwas älter sind. Das drückt den Schnitt nach oben“, sagt Schomburg.

Interessant sei auch, dass 19 Paare zum Heiraten in die Samtgemeinde Hoya gekommen seien, obwohl sie dort nicht wohnten. „Sie sind Studenten, wollen in der Heimat heiraten oder ihre Familien wohnen hier“, erklärt Schomburg.

Besonders freut sich Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer über 114 Geburten im vergangenen Jahr, auch wenn die demografische Entwicklung dennoch zu spüren sei. „Vor zehn Jahren waren es noch mehr als 150 Geburten.“ Den Geburten stehen 119 Sterbefälle gegenüber. Zwei Babys kamen zu Hause zur Welt. „Das Besondere dabei: Beide Väter meldeten ihre Kinder am selben Tag bei uns. Das ist angesichts der Gesamtzahl der Geburten ungewöhnlich“, erzählt Stefanie Schomburg.

Quelle: kreiszeitung.de

Rubriklistenbild: © dpa

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