Einstimmiger Beschluss für den Bebauungsplan am Hafen

Rat steht hinter Kino-Neubau

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Grünes Licht: Der Rat stimmt am Dienstagabend für den Bebauungsplan für das neue Kino am Hafen.

Nienburg - von Kristina Stecklein. Langsam scheint das neue Kino in Nienburg Form und Farbe zu bekommen. Zumindest gab es grünes Licht seitens des Rates zum Thema Kinoneubau an der Brückenstraße.

„Ich glaube, dass wir das noch nie gehabt haben,” sagte der Ratsvorsitzende Stefan Hambruch am Dienstag lachend. Tatsächlich haben sämtliche Fraktionen allen Änderungen und Beschlüssen an diesem Ratsabend einstimmig zugestimmt – allen voran: Der Kino-Neubau an der Brückenstraße.

Anja Altmann betonte direkt: „Die SPD freut sich wahnsinnig, dass es jemanden gibt, der so viel Geld investiert für ein neues Kino in der Innenstadt.” Und auch Heiner Werner von der FDP stimmte dem zu und sagte, es sei „ein erster Step, den Hafen aufzuwerten”. Er ist sich sicher: „Ich glaube, dass dann viel mehr Frequenz in den Bereich hereinkommt. Wir alle unterstützen dies sehr wohlwollend.” „Barrierefrei”, mit „neuester Technik ausgestattet” und „innenstadtnah” waren einige Stichworte, die Werner fallen ließ. Ein weiteres Argument für das Kino an diesem Standort sei die Nutzung des Parkhauses am Hafen. „Das spielt uns ein bisschen Geld in die Kasse.”

Lediglich Jörg Wojahn (CDU) äußerte einige Bedenken hinsichtlich der Flächennutzung. „Macht es Sinn für ein Kino?”, fragte er. „Wer ins Kino geht, will nicht auf die Weser gucken. Bei einer Gebäudehöhe von zwölf Metern ist es problematisch vom Blick vom Hafen her”, betonte der Architekt. Das „Sahnegrundstück mit Weserblick”, wie Wojahn es bezeichnete, sei für einen anderen Zweck möglicherweise passender. Dennoch stimme die CDU für das Kino am Hafen, um es innenstadtnah zu halten.

Auch Bürgermeister Henning Onkes freute sich über die Einstimmigkeit der verschiedenen Fraktionen. „Es gibt nichts besseres, als wenn der Rat zu 100 Prozent dahinter steht – das macht es auch einfacher für den Investor.“ Die Entscheidung des Rates bekam Investor Holger Glandorf auch direkt mit: Er saß als Bürger ebenfalls mit im Raum. Auf Wojahns Bedenken hatte Onkes ebenfalls eine Antwort. „Das Theater befindet sich auch an der Weser, trotzdem freut man sich, dass es da ist“,, hebt er hervor. Das Kino sei auch als Kulturort für Nienburg zu initiieren.

Die Frage, was anschließend mit dem alten Kino-Standort passiere, betrachtet Onkes als unproblematisch. „Wir werden eine gute Nachfolgenutzung finden, wenn wir mit gleicher Begeisterung an die Sache heran gehen. Gastronomie, die Polizeiakademie ist direkt nebenan“, zählte der Bürgermeister als mögliche Lösungen auf. Da Glandorf auch Eigentümer des noch aktuellen Gebäudes ist, wird auch er am Verkauf des Gebäudes interessiert sein.

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