Angeklagter will Pkw nicht geführt haben

Steimbke: Ohne Führerschein unterwegs – mit Kindern

Nienburg/Steimbke - Von Andreas Wetzel. Ein Mann aus Steimbke musste sich jetzt vor dem Amtsgericht Nienburg wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis verantworten. Er wurde dafür zu 25 Tagessätzen zu je zehn Euro verurteilt.

Im April dieses Jahres sei der Angeklagte mit einem PKW Opel von seinem Grundstück heruntergefahren sein, um morgens offensichtlich seine Kinder zur Schule zu bringen. Hierbei wurde er von einem Polizeibeamten, der in Steimbke wohnt, beobachtet. Dieser erkannte den Angeklagten und erinnerte sich an Gespräche mit anderen Steimbker Polizeibeamten, aus denen er wusste, dass der Vater nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist.

Als der Beamte dann seinen Dienst aufgenommen hatte, überprüfte er noch einmal, ob der Angeklagte nicht doch im Besitz eines Führerscheines ist, konnte aber keine Eintragung finden. 

Polizist erinnert sich an Details 

Vor Gericht sagte der Polizeibeamte aus, dass er an dem besagten Morgen mit dem Fahrrad unterwegs gewesen sei und den Pkw beim Herunterfahren vom Grundstück beobachten konnte. Er habe den Angeklagten zweifelsfrei erkannt und schilderte Details wie das Rauchen des Angeklagten im Fahrzeug, das getragene Base-Cap und die Schulranzen der Kinder.

In der Gerichtsverhandlung ließ der Angeklagte sich anwaltlich vertreten und bestritt vehement, das Auto an dem Morgen gefahren zu haben: Sein Cousin habe den PKW abgeholt, um mit seiner Familie einen Ausflug zu machen. Außerdem sei er nicht Nichtraucher und die Schulranzen der Kinder hätten im Fußraum gelegen. 

Gericht verhängt Geldstrafe 

Während die Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu je zehn Euro forderte, plädierte die Verteidigung auf Freispruch. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu 25 Tagessätzen zu je zehn Euro.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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