Straßen und Duschen im Fokus

Bücker Rat stimmt für Baumaßnahmen

Bücken - Von Michael Wendt. In seiner ersten Sitzung des Jahres hat der Bücker Gemeinderat am Mittwochabend einer Kostenbeteiligung am Umbau der Duschen in der Schulsporthalle zugestimmt. Außerdem will er drei Straßen ausbauen lassen, für zwei von ihnen hofft er auf eine Förderung aus dem Landesprogramm „Ländlicher Wegebau“.

Vorausgegangen war der Sitzung im Gemeindehaus ein reger Gedankenaustausch in der Einwohnerfragestunde. Mehrere Bücker nutzten die Chance, zu den Tagesordnungspunkten Stellung zu nehmen und Hinweise zu geben.

Zum einen ging es dabei um den von der Samtgemeinde geplanten Umbau des Duschbereichs in der Sporthalle. Der MTV Bücken hatte den Einbau einer Trennwand beantragt, damit künftig Frauen und Männer gleichzeitig und getrennt duschen können. Nach einer Begehung der Halle hatte die Verwaltung für einen grundlegenden Umbau plädiert.

Die Duschen sind mehrere Jahrzehnte alt, besitzen noch keinen Verbrühschutz, und die Leitungen sind nicht so verlegt, wie dies heute als Vorbeugung gegen einen Legionellen-Befall getan werden würde. Dennoch genießen sie Bestandsschutz, müssten also nicht erneuert werden.

Gemeindedirektor und Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer erklärte im Rat: „Fachleute sagen: Wenn man das jetzt angeht, muss man Nägel mit Köpfen machen.“ So ergeben sich statt der Kosten von rund 5.000 Euro für den Einbau einer Trennwand insgesamt geschätzte 100.000 Euro für einen Umbau der Räumlichkeiten.

Als Besucher der Sitzung hatte der Schriftwart des MTV Bücken, Cord Meyer, gefragt, ob diese „große Lösung“ wirklich nötig sei. Der Rat war sich einig: Wenn die Duschen umgebaut werden, dann richtig.

Als Trägerin der Schulsporthalle muss die Samtgemeinde für die Kosten aufkommen. Der Samtgemeinderat hatte aber bereits Ende 2016 signalisiert, dass die Duschen aus Sicht der Schule nicht verändert werden müssen. Gleichwohl hatte er einen grundsätzlichen Sanierungsbedarf erkannt und eine Zustimmung in Aussicht gestellt, wenn sich Bücken an den Kosten beteiligt. Der Gemeinderat stimmte dem nun geschlossen zu, weil mehrere örtliche Sportvereine die Hauptnutzer der Duschen sind.

Detlef Meyer sagte daraufhin, er könne sich gut vorstellen, dass unter diesen Voraussetzungen nun auch der Samtgemeinderat dem Umbau zustimmt. Wenn ja, sei das Ziel, die Duschen in den Sommerferien zu sanieren.

Gemeinde hofft auf Fördergelder

Damit wechselte der Rat zum Thema Wegebau. Laut einstimmigen Beschluss möchte die Gemeinde die Straßen Caller Damm, Auf dem Heidböhl und Altenbücker Heide ausbauen. „Die Straßen stehen schon seit Jahren im Fokus“, sagte Bürgermeister Wilhelm Schröder. Nun ergebe sich die Chance, Fördergelder aus dem Programm „Ländlicher Wegebau“ zu erhalten. 

Der Wegezweckverband schätzt die Kosten auf je 30.000 Euro für Altenbücker Heide und Auf dem Heidböhl und auf 151.000 Euro für den Caller Damm. Rund 50 Prozent davon könnten bezuschusst werden. Die Gemeinde wird entsprechende Anträge stellen und hofft auf deren Bewilligung im Frühjahr. Bleibt sie aus, will die Gemeinde Bücken die Straßen komplett auf eigene Kosten sanieren.

Ausgenommen von der Förderung ist nach jetzigem Stand die Altenbücker Heide – weil dort keine Tiefbau-Maßnahmen erforderlich sind und die Sanierung deshalb formal kein Ausbau ist, erklärten Detlef Meyer und Wilhelm Schröder. Auf Vorschlag von Ratsherr Bernd Gräpel will Meyer nun aber prüfen lassen, ob auch die Altenbücker Heide ausgebaut werden kann. Bislang war vorgesehen, auf die vorhandenen Klinkerdecke Schotter aufzubringen und darüber eine Asphaltdecke.

Ein grundsätzlicher Ausbau sei sicher haltbarer und für die Gemeinde möglicherweise gar nicht teurer, wenn sie denn Fördergelder bekäme, hatte Bernd Gräpel zu bedenken gegeben.

Ein Anwohner der Winterstraße in Bücken hatte zu Beginn der Sitzung gefragt, ob der Rat diese Straße („Im Moment ist sie eine Katastrophe“) aus den Augen verloren hat. Hat er nicht, wurde in der Sitzung deutlich. Dennoch war die Winterstraße am Mittwoch offiziell kein Thema.

Berichte zum Aspekt Winterstraße und zu weiteren Ratsentscheidungen folgen in einer der nächsten Ausgaben.

Quelle: kreiszeitung.de

Rubriklistenbild: © dpa

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