Regina Hellwege referiert zum Thema „Wie viel Freundin braucht die Frau?“

Stolpersteine gibt es viele

Regina Hellwege ·
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Regina Hellwege ·

Schweringen / Balge - Von Alisa Castens. „Eine meiner liebsten Freundinnen ist die Schokolade.“ So beginnt die Geschichte von zwei Schwestern, die einer Sucht verfallen sind, die sicher viele Frauen betrifft: nämlich die nach Schokolade.

Auf Einladung der Kirchengemeinden Schweringen und Balge erzählte Regina Hellwege rund 60 Zuhörerinnen kürzlich diese und andere Begebenheiten rund um das Thema „Wie viel Freundin braucht die Frau?“.

Erstmals wurde das Frauenfrühstück am Abend angeboten und lockte Frauen jeden Alters zum Zuhören, zum Schnacken und nicht zuletzt zum Speisen.

Die zwei Schwestern aus der Geschichte sind sich einig: Mit der Gier nach Schokolade soll Schluss sein, der Süßigkeit wird abgeschworen. Als eine der beiden nach vier Wochen des Durchhaltens an den Schaufenstern eines Süßwarengeschäfts vorbeigeht, wird sie schwach und betritt die Drehtür des Ladens. Doch als sie aus der Drehtür hinausgeht, landet sie wieder vor dem Geschäft. Der Grund? Ihre Schwester drückt mit aller Kraft gegen die Tür und bewahrt sie vor der nahen Sünde. Es stellt sich die Frage, wer denn nun ihre beste Freundin ist: die Schokolade oder die Schwester?

„Das Leben dreht sich um Beziehungen, alles andere sind Nebensächlichkeiten“, setzte Regina Hellwege ihren Vortrag fort. Elemente der Freundschaft seien beispielsweise Sympathie, Vertrauen und Respekt sowie die Fähigkeit, die eigenen Grenzen zu erkennen.

„Es ist wichtig, sich selbst wertzuschätzen. Denn nur, wenn man sich selbst spürt und schätzt, kann man genau dies auch anderen gegenüber erbringen“, sagte Hellwege. Es sei wichtig, Respekt zu haben. Respekt vor sich selbst und Respekt vor der Andersartigkeit und Einzigartigkeit der Freundin, fügte die Referentin hinzu.

Hellwege betonte, weil alle Menschen unterschiedlich seien, ergänzten sie sich gut, und weil sie sich ähnlich seien, verstünden sie einander.

Im Verlauf des Vortrags forderte Regina Hellwege dazu auf, seine eigenen Grenzen zu schützen, zu achten und zu akzeptieren. Man dürfe sich nicht verbiegen lassen, denn eine gute Freundin habe Verständnis und übe keinen Druck aus.

„Wenn all diese Werte vorhanden sind, schafft man eine sichere Basis für eine Freundschaft“, erklärte Hellwege.

Doch natürlich gebe es auch Stolpersteine in einer Freundschaft: Vergleiche mit der Freundin, Konfliktunfähigkeit, Manipulation, die Angst vor Ablehnung und Neid beispielsweise. „Neid nimmt die Freude an allem, was man selbst kann“, weiß Hellwege.

Die Grenzen und Schwächen werden in einer Freundschaft besonders deutlich, da man sich so gut kenne und die Freundin fast alles von einem wisse.

Doch wie viel Freundin braucht die Frau denn nun? Auf diese Frage erhielten die Anwesenden keine endgültige Antwort. Das sei individuell und bedürfnisabhängig: „Es ist wichtig, mit uns selbst befreundet zu sein“, sagte Hellwege. Und so kamen die Besucher auf eine ganz neue Frage: „Wie viel Freundin kann ich wie vielen Menschen sein?“.

Quelle: kreiszeitung.de

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