Lebensrettende Spürnasen

Personensuchhunde unterstützen Schulsanitäter

Mehr als zufriedene Gesichter: Sowohl für die vier Suchhunde und deren Hundeführerinnen als auch für die Schulsanitäter war die Übung eine tolle Erfahrung.

Stolzenau - Zielstrebig schießt Suchhund Cooper an der Leine um die Ecke. Er schnüffelt konzentriert am Boden – verfolgt sicher die Spur, rennt ein Stück weiter, kommt dem Fundort näher – plötzlich bleibt er an der Treppe stehen und wedelt mit der Rute: Hier liegt ein Verletzter. Die Hundeführerin Andrea Garbe nimmt Cooper sofort zurück. Schnell eilen die Schulsanitäter hinzu und versorgen den Verletzten. Zum Glück alles nur übungsweise.

Der Schulsanitätsdienst des Gymnasiums Stolzenau und die Mantrailer Gruppe aus dem Landkreis Nienburg mit Leiterin Tanja Jesse führten gemeinsam eine Personensuchübung im Gymnasium Stolzenau durch. 

Tanja Jesse und Frank Kaska vom Deutschen Roten Kreuz hatten vier verschiedene Übungsszenarien mit vermissten und verletzten Schülern ausgearbeitet. Demnach war eine Schülerin mit bekannter Zuckerkrankheit vermisst worden. Ein weiterer Schüler ist nach der Pause nicht in die Klasse zurückgekehrt. Er war im Treppenhaus gestürzt. Eine Schülerin hatte sich nach Streitigkeiten in der Toilette versteckt. 

Das letzte Übungsszenario beinhaltet die Suche nach einer verwirrten Person auf dem Schulgelände. Die Mantrailer-Hunde können der Duftspur eines Menschen, unter bestimmten Bedingungen noch nach vielen Stunden oder Tagen folgen. Egal ob im Freien oder in Gebäuden. Alle vier versteckten Schüler mussten von den Hunden gefunden werden und dann übernahmen die Schüler des Schulsanitätsdienstes die Versorgung mit Maßnahmen der Ersten-Hilfe. Erst im September hatten die Schüler an einem DRK-Kurs teilgenommen. 

Nun konnten sie ihr Wissen unter Übungsbedingungen anwenden. „Wir sind mit den Maßnahmen der Schulsanitäter sehr zufrieden“, berichten die Übungsbeobachter. Sowohl für die vier Suchhunde und deren Hundeführerinnen als auch für die Schulsanitäter war die Übung eine tolle Erfahrung. 

Im Vorfeld hatte Tanja Jesse die Suchhunde-Teams den Schülern vorgestellt und erklärt, wie Mantrailing funktioniert. Die Personensuche im Gebäude stellt ganz andere Ansprüche an das Mensch-Hund-Team wie eine Suche im Freien. Dass die jungen Sanitäter ein geschultes Händchen und die Mantrailer-Teams auch unter unruhigen Bedingungen weder die Spur noch die Konzentration verlieren, hat sich bei der gemeinsamen Übung gezeigt.

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