Stiftung der Sparkasse spendet für Awo-Sprachheilkindergarten

Sprachberatung startet in Stolzenau

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Damit Kinder wie die fünfjährige Lara individuell gefördert werden können, bieten (von links) Ulla Bogdanovic und Corinna Kampmann vom Awo-Sprachheilkindergarten die neue Beratung an. Unterstützt werden sie dabei von Barbara Weißenborn und Winfried Schmierer von der Stiftung der Sparkasse Nienburg.

Stolzenau - Von Johanna Müller. Der Awo-Sprachheilkindergarten bietet jetzt auch eine Sprachberatung für Kinder in Stolzenau an. Ermöglicht wird dieses kostenfreie Angebot durch eine Spende der Stiftung der Sparkasse Nienburg.

„Nicht vernünftig Sprechen zu können ist ein großes Hemmnis“, sagt Barbara Weißenborn, die dem Kuratorium der Stiftung vorsitzt. Daher haben sich die Verantwortlichen für die Spende über 1500 Euro entschieden, die es dem Kindergarten ermöglicht, ein Jahr lang die Beratung anzubieten.

„Wir freuen uns, dieses Angebot auch Familien im Südkreis machen zu können“, sagt Kindergartenleiterin Ulla Bogdanovic. Bereits seit einigen Jahren wird in Nienburg die Beratung angeboten – und gut angenommen. Sie richtet sich an Eltern, die sich nicht sicher sind, ob die Sprachentwicklung ihres Kindes altersgemäß verläuft und bisher noch nicht mit ihrem Kind bei einer Sprachtherapie waren.

Die Beratung ist unabhängig und für die Familien kostenlos. Auch ein Rezept oder Ähnliches ist nicht notwendig, erklärt Logopädin Corinna Kampmann, die in Stolzenau die Sitzungen anbietet. Wichtig ist der Sprachtherapeutin, dass die Kinder individuell behandelt werden. „Manchmal ist es gar nicht nötig, zu einem Logopäden zu gehen. Wir raten Familien auch, erst einmal einen HNO-Arzt aufzusuchen“, sagt Kampmann. Etwa 20 Prozent der Kinder sehen die Mitarbeiter des Awo-Sprachheilkindergartens erfahrungsgemäß wieder. Sie benötigen intensivere Förderung, die sie in den Einrichtungen in Nienburg und Stolzenau erhalten.

Wie erfolgreich die Arbeit des Teams ist, zeigt sich, sobald die Kinder eingeschult werden: 90 Prozent kommen in die Regelschule. „Wir können früh etwas machen, doch den Kindern läuft die Zeit weg“, sagt Bogdanovic, der es daher wichtig ist, dass Familien frühstmöglich beraten werden. Aus diesem Grund suchen die Mitarbeiterinnen immer wieder neue Förderer, die dieses Angebot ermöglichen. „Das fehlt im Landkreis“, sagt Bogdanovic.

Gerne unterstützt daher die Stiftung der Sparkasse dieses Engagement, erklärt Vorstand Winfried Schmierer: „Das ist eine ganz tolle Sache. Den Kindern diese Möglichkeit zu geben, ist einfach unterstützenswert.“

Auch die Chancengleicheit wird bei dem Projekt großgeschrieben. „Das kostenfreie Angebot ist das Erfolgsrezept“, findet Barbara Weißenborn. Und dadurch sollen jetzt auch im Südkreis viele Kinder von dem Angebot profitieren.

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