Letzte Asphalt- und Markierungsarbeiten beendet

Stolzenauer Straße in Leese ab Donnerstag wieder offen

Der Kreuzungsbereich der B215 und der B441 in Leese
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Der Kreuzungsbereich der B215 und der B441 wird nach der langen Bauphase am Donnerstag endlich wieder für den Verkehr freigegeben.

Die Erneuerung des Kanalsystems in Leese ist abgeschlossen. Ab Donnerstag, 27. Mai, kann der Verkehr wieder ungehindert durch den Ort rollen.

Leese. In Leese sind in der vergangenen Woche die letzten Asphalt- und Markierungsarbeiten beendet worden. Nach dem Umbau der mobilen Ampelanlage wird die Stolzenauer Straße am kommenden Donnerstag, 27. Mai, wieder für den Verkehr freigegeben. In der Druckausgabe des Blickpunktes war versehentlich vom vergangenen Donnerstag die Rede.

Ein Jahrhundertprojekt für Leese

Die Erneuerung des Kanalsystems kann für Leese sicherlich als Jahrhundertprojekt gelten: Der Wasserverband An der Führse ersetzte den mittlerweile unterdimensionierten und in Teilen gefährlich baufälligen Mischwasserkanal durch ein getrenntes System mit je einem Kanal für Schmutz- und Regenwasser inklusive der dazugehörigen Hausanschlüsse. Die Gehwege und Straßenflächen wurden im Rahmen der Gemeinschaftsmaßnahme durch die Gemeinde Leese und die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr erneuert und wiederhergestellt.

Verzögerung um fast ein halbes Jahr

Dass sich ein Vorhaben dieser Größenordnung nicht auf die Woche genau planen ließ, leuchtete ein. Doch warum verzögerte sich der Abschluss des ersten Bauabschnitts um beinahe ein halbes Jahr? Für diesen Bereich waren ursprünglich elf Monate veranschlagt. „Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre hatten wir mit zwei Wochen Winterruhe gerechnet. Tatsächlich bescherten uns strenger Frost beziehungsweise erhebliche Niederschläge aber mehr als vier Wochen, bei denen auf der Baustelle nichts ging“, heißt es in einer Mitteilung vom Kreisverband.

Die Stolzenauer Straße mit dem Blick in Richtung Dorfmitte.

Jeder Aushub wurde auf Kampfmittel kontrolliert

Zweites Problem: Werden in einem Bereich Kampfmittel (in der Regel Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg) vermutet, wird der Abschnitt vor Baubeginn sondiert. Heißt: ein Fachmann läuft die Strecke mit einem Metalldetektor ab und prüft, ob sich im Boden Verdächtiges befindet. Doch dieses Verfahren funktionierte in Leese nicht: „Der Untergrund war voller alter Leitungen, armierter Fundamente und Metallrohre“, schildert Projektleiter Sascha Kruse vom Wasserverband die Situation zwischen Dorfladen und Kreuzung. „Also war während der Arbeiten eine kampfmitteltechnische Begleitung notwendig, sprich: der Baggerfahrer musste langsam und vorsichtig zu Werke gehen und jeder Aushub wurde kontrolliert.“ Auch das kostete viel Zeit.

Planungen des ersten Bauabschnitts geändert

Dann habe man die Planungen des ersten Bauabschnitts so abgeändert, dass die Arbeiten nicht direkt an der Kreuzung endeten, sondern den halben Kreuzungsbereich mit einbezogen. Der Gedanke dahinter: So ist es für Anlieger möglich, Stolzenauer Straße und Kreuzung während des größten Teils der weiteren Baumaßnahmen zu nutzen. Dazu wurden bereits Vorkehrungen zur Neuinstallation der Ampelanlage getroffen. Während der dafür erforderlichen Tiefbauarbeiten ist die Ein- und Ausfahrt ins Rieder End ab dem heutigen Dienstag vorübergehend nicht möglich.

Kostenrahmen trotz längerer Bauphase eingehalten

Trotz der längeren Bauphase kann der ursprünglich veranschlagte Kostenrahmen nach Angaben des Wasserverbands An der Führse gehalten werden: Von den insgesamt rund 3,5 Millionen Euro tragen die Gemeinde und der Verband je rund 1,2 Millionen, etwa 1,1 Millionen Euro entfallen auf den Anteil der Straßenbauverwaltung.

Als Besonderheit ist zu vermerken, dass die Stolzenauer Straße in ihrem Verlauf gleichzeitig als Bundesstraße B 215 und B 441 ausgewiesen ist und diese Straße für den Schwerlastverkehr die einzige Querung der Weser zwischen Nienburg und Petershagen darstellt.

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