Anna-Olyvia Nitsch gewinnt in ihrer ersten Turniersaison 21 Mal

Kleine Reiterin mit großem Talent

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Ein erfolgreiches Gespann: Die siebenjährige Anna-Olyvia Nitsch und ihr Pony Charly.

Stöckse - Von Leif Rullhusen.Bevor sie richtig sprechen konnte, saß Anna-Olyvia Nitsch schon auf dem Rücken von Shetty Calia und sammelte ihre ersten Reiterfahrungen. Das war vor fünf Jahren und das blonde Mädchen gerade einmal zwei.

Im vergangenen Jahr sammelte die talentierte, inzwischen Siebenjährige aus Stöckse bereits Schleifen und Pokale am Fließband. 21 Mal siegte sie bei Turnieren in ihrer Premierensaison. Im Dezember räumte Anna-Olyvia sogar vor großem Publikum ab. Auf der Messe „Pferd und Jagd“ in Hannover gewann sie in der Show-Arena die Führzügel-Klasse. Führzügelwettbewerbe sind der Einstieg in die Reitturnierwelt. Sie bieten den jüngsten Nachwuchsreitern eine Möglichkeit, erste Turnierluft zu schnuppern. Bei diesem Wettbewerb führt ein Erwachsener das Pferd oder Pony.

Vor großem Publikum: Anna-Olyvia und Bianca Nitsch auf der „Pferd und Jagd“ in Hannover.

Auslöser für die Reit- und Pferdebegeisterung von Anna-Olyvia war Shetty Calia. Den hatte sich Mutter Bianca Nitsch als Beistellpony für ihr Reitpferd Zarsoun gekauft. Damit erfüllte sich die Stöckserin einen Kindheitstraum und aktivierte bei ihrer Tochter anscheinend das schlummernde Pferde-Gen. „Am Anfang hat sie unser Shetty vor allem betüdelt“, erinnert sich Bianca Nitsch.

Etwas später landete Charly bei Familie Nitsch. Als K-Pony war Charly schon etwas größer als Calia und als erstes Reitpferd für Anna-Olyvia ideal. Unter einer Voraussetzung: „Wenn ich mich gut um ihn kümmere, darf ich ihn behalten, hat Mama versprochen“, erzählt die Nachwuchsreiterin. Das tat sie. Schnell fühlte sich Anna-Olyvia auch auf dem Rücken von Charly zuhause. Und wenn Mutter Bianca mal nicht hinschaute, steuerte ihre Tochter mit Charly auf der Pferdekoppel auch schon mal den ein oder anderen Sprung an. Mittlerweile ergänzt Welsh-Pony Teddy die kleine Pferdeherde der Familie Nitsch. Teddy ist deutlich größer als Charly und kann Anna-Olyvia somit auch noch etwas länger auf Turnieren begleiten.

Ganz in blau: Der Reitartikel-Spezialist HKM sponserte Anna-Olyvia Nitsch eine komplette Ausstattung für sie und ihr Pony.

Im vergangenen Jahr stieg das Mutter-Tochter-Gespann in den Turniersport ein. Anna-Olyvia und Bianca Nitsch nahmen an ihrer ersten Führzügel-Prüfung teil. Anna-Olyvia belegte auf Anhieb den dritten Platz. Sie waren auf den Geschmack gekommen. „Es lief so gut, dass wir beim nächsten Mal gleich für einen Schritt-Trab-Wettbewerb nannten“, berichtet die stolze Mutter. Bei diesem Reiterwettbewerb müssen die kleinen Sportler ohne führende Hand einer Begleitung die ihnen gestellten Ausgaben bewältigen.

Fast jedes Wochenende waren die beiden in der vergangenen Saison auf Reitturnieren unterwegs, teilweise noch in der Führzügelklasse, oft aber bereits im Reiterwettbewerb. Das Highlight in der Führzügelklasse war der Bremer Kiddie-Cup. Die von den Pferdesportverbänden Bremen und Hannover ausgerichtete Turnierserie für Nachwuchsreiter läuft über zehn Wettbewerbe. Anna-Olyvia qualifierzierte sich gleich für das Finale in Bremen. Dort erreichte sie von über 50 Teilnehmern den zweiten Platz. Den perfekten Abschluss der Turniersaison bildete dann schließlich der Auftritt auf der „Pferd und Jagd“ im Dezember.

Anna-Olyvia und Pony Charly im Turnier-Outfit.

Für dieses Jahr warten schon neue Herausforderungen. Das junge Reittalent möchte das Reitabzeichen der Klasse 5 ablegen. Für Turniere haben Mutter und Tochter E-Dressur und E-Springen ins Auge gefasst. „Das ist leistungsmäßig vom Reiterwettbewerb ein enormer Schritt“, berichtet Bianca Nitsch. Außerdem denkt das Mutter-Tochter-Gespann über die Teilnahme an der Verdener Cross-Trophy nach. Definitiv vorbei ist dagegen die Führzügelklasse.

Zwar freut sich Anna-Olyvia schon riesig auf die Turniersaison, die im März beginnt, aber Wettbewerbe sind für die Siebenjährige nicht alles. „Mit meinen Eltern möchte ich auch wieder ausreiten“, plant sie. Vater Joachim bevorzugt bei solchen Ausflügen allerdings den Fahrradsattel. Auch Reitunterricht möchte die Siebenjährige nehmen. Kaum zu glauben, dass Anna-Olyvia bei den vielen Reitplänen noch Zeit für andere Dinge hat. Aber tatsächlich spielt das Mädchen noch Gitarre, schwimmt und findet genügend Zeit, um unbeschwert zu spielen.

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