Neujahrsempfang

Das Technische Hilfswerk im Fokus

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Hoyas Bürgermeisterin Anne Sophie Wasner und Stadtdirektor Detlef Meyer würdigen besondere Leistungen. So galt den Vorsitzenden der Viertelsvereine Anerkennung für die Vorarbeit zum 400-jährigen Bürgerschießen der Grafenstadt und Dr. Jan Witte wurde als Autor eines Buchs über Hoya zur Zeit des 30-jährigen Kriegs geehrt (von links): Detlef Meyer, Axel Pielhop (Drittes Viertel), Christian Kracke (Zweites Viertel), Anne Sophie Wasner, Harald Jüttner (Erstes Viertel), Sven Bäuerle (Viertes Viertel) und Dr. Jan Witte (Autor).

Hoya - Von Horst Friedrichs. „Wir werden einen Flugsektor erhalten“, verkündete Sabine Lützelschwab, Leiterin des Ausbildungszentrums des Technischen Hilfswerks (THW) in Hoya, am Samstagnachmittag während des Neujahrsempfangs der Grafenstadt im Kulturzentrum Martinskirche. Sie hielt die Festrede, in der sie über das 60-jährige Bestehen der „THW-Schule“ im Jahr 2019 referierte. Den Herausforderungen der Zukunft wolle das Technische Hilfswerk (THW) mit der geplanten Einführung von unbemannten Flugsystemen begegnen. Lützelschwab: „Wir werden mit Drohnen ausgestattet.“

Für die musikalische Untermalung des Neujahrsempfangs sorgte das Querflöten-Quintett der Musikschule Nienburg mit ihrem Leiter Jörg Benthin. Begrüßungsansprachen hielten Stadtdirektor Detlef Meyer und Bürgermeisterin Anne Sophie Wasner. Meyer hieß zahlreiche Teilnehmer beim Empfang willkommen und begrüßte eine Reihe von Ehrengästen. Im Sommer dieses Jahres, sagte Meyer, werde das Kulturzentrum Martinskirche ganz im Zeichen des großen Ereignisses „250 Jahre Beethoven“ stehen.

Für die 20er-Jahre des 21. Jahrhunderts, sagte Wasner, wünsche sie allen die guten Seiten der „Goldenen Zwanziger“ des vorigen Jahrhunderts. In ihrem Jahresrückblick würdigte die Bürgermeisterin herausragende Leistungen, so unter anderem die der Mitwirkenden beim Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager in Hoya und die der Ruderer, die den Namen Hoyas in die Welt hinausgetragen hätten. Mit dem Dank an die Fördergemeinschaft für ihre Arbeit verband Wasner den Hinweis, dass es in diesem Jahr wieder die beliebte Parkplatzparty („PaPlaPa“) geben werde.

Ein Großprojekt mit einem Kostenaufwand von 2,4 Millionen Euro, meinte Wasner weiter, sei die Schließung des Deichscharts am Hasseler Steinweg.

Zudem hätten vier Autoren in Hoya jetzt ihre Buchprojekte verwirklicht: Volker Heise einen Roman, Irmgard Schramm ein biografisches Werk, Elfriede Hornecker ein geschichtliches Werk und Dr. Jan Witte ein Buch über Hoya zur Zeit des Dreißigjährigen Kriegs.

Das Querflöten-Quintett der Musikschule Nienburg unter der Leitung von Jörg Benthin umrahmte den Neujahrsempfang im Kulturzentrum Martinskirche musikalisch.

Harald Jüttner, der Vorsitzende des Bürgervereins Erstes Viertel, berichtete über die Vorbereitungen zum großen Ereignis des nächsten Jahres, das 400. Bürgerschießen (1621-2021). Jüttner zeigte das dazu hergestellte Logo herum und wies daraufhin, dass Webseiten unter den Stichwörtern „Bürgervereine Hoya“ und „Bürgerschießen Hoya“ eingerichtet seien. Die Entstehungsgeschichte des Bürgerschießens in der Grafenstadt schilderte Sven Bäuerle in einem Kurzvortrag. Dazu überreichte er Bürgermeisterin und Stadtdirektor den gerahmten formellen Antrag der Bürgervereine an die Stadt, das 400. Bürgerschießen zu genehmigen und finanziell auszustatten.

In ihrer Festrede bezeichnete Sabine Lützelschwab die Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde und der Stadt Hoya, der Feuerwehr Hoya und den Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde sowie der Polizei und allen anderen örtlich vertretenen Organisationen als hervorragend. Offiziell heiße ihre Wirkensstätte zwar „Ausbildungszentrums des Technischen Hilfswerks (THW)“, aber inoffiziell rede man nach wie vor von der „THW-Schule“, sagte Lützelschwab. Sie selbst sei seit 19 Jahren an der Schule beschäftigt, und seit drei Jahren leite sie die Ausbildungseinrichtung. Das Technische Hilfswerk sei eine Bundesanstalt im Geschäftsbereich des Bundes-Innenministeriums. 80 000 Angehörige des THW seien ehrenamtlich und 1800 hauptamtlich beschäftigt.

Pastor Andreas Ruh sorgt für einige Lacher.

Mit dem „Katastrophenschutz“ beim kommenden großen Bürgerschießen befasste sich Pastor Andreas Ruh aus Hoya in seinem beliebten Ausblick. Lachsalven erntete er unter anderem für seinen Beitrag über einen in die Weser gefallenen Festteilnehmer, der in Wechold Nummer 53 wohnte. Bürgermeister Jan Hustedt musste in der Ulkgeschichte von einem Segelflugzeug aus per Funk eingreifen, um die Odyssee des Rettungswagens mangels Straßennamen zu beenden.

Quelle: kreiszeitung.de

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