Weitere Umspannwerkstandorte doch denkbar

Tennet: „Wir sind für Vorschläge offen“

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Die bisherige Freileitung durch Mehringen soll durch einen Neubau ersetzt werden, der teilweise unterirdisch verläuft, weil im Ort die für Überlandleitungen vorgeschriebenen Abstände zu Häusern nicht eingehalten werden können. Eine Bürgerinitiative hatte vorgeschlagen, dort, wie die Leitung in die Erde geht, ein Umspannwerk zu errichten. 

Mehringen - Von Michael Wendt. Mehringen ist aus dem Spiel beim Umspannwerksroulette, haben wir am Dienstag geschrieben, nachdem die endgültigen Planentwürfe der Firma Tennet für den Neubau der Stromleitung von Stade nach Landesbergen veröffentlicht worden waren. Es ist aber durchaus möglich, dass Mehringen doch noch ins Spiel genommen wird. Darauf weist Renate Gaus hin. Sie ist Referentin für Bürgerbeteiligung beim Netzbetreiber. Zwar schlägt Tennet selbst Mehringen nicht als Standort vor. Wenn dies aber von anderer Seite getan wird, dann werde er auf seine Eignung hin geprüft.

Im Gespräch mit unserer Zeitung betont Renate Gaus den hohen Stellenwert der Öffentlichkeitsbeteiligung und sagt: „Wir haben nicht den Anspruch, allwissend zu sein.“

Die Planungsunterlagen zum Raumordnungsverfahren sind aktuell online einsehbar und liegen ab 4. Mai einen Monat lang zur Einsicht im Rathaus in Hoya (Schlossplatz 2) aus. Bis zum 20. Juni können Betroffene sich schriftlich dazu äußern.

Bei den Planungen geht es vorrangig um den Verlauf der Stromtrasse von Stade nach Landesbergen, aber im Bereich der Samtgemeinde Hoya eben auch um den Bau eines zusätzlichen Umspannwerks. Dazu sagt Renate Gaus: „Wir haben sowohl den Bürgern als auch der Gemeinde gegenüber zum Ausdruck gebracht, dass wir davon überzeugt sind, mit Magelsen den raumverträglichsten Standort dafür gefunden zu haben, und dass wir daher den Antrag auf Raumordnung so stellen werden, wie wir das seit Januar 2017 in der Region in Fachgesprächen vorgestellt haben. Wir haben jedoch gleichzeitig verdeutlicht, dass gerade das Raumordnungsverfahren dazu dient, abweichende Vorstellungen und Einwendungen der Bürger oder Träger öffentlicher Belange in das Verfahren einzubringen und zur Geltung zu bringen.“

 „Bislang würde es Mehringen schwer haben“

Sollte Mehringen als Standort für ein Umspannwerk ins Spiel gebracht werden, lässt die für das Raumordnungsverfahren zuständige Behörde, das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) in Lüneburg, ihn prüfen. „Er muss dann den gleichen Kriterien genügen, wie die anderen Vorschläge. Er würde untersucht und ins Ranking eingebracht“, sagt Renate Gaus.

Noch sei kein Vorschlag für Mehringen eingegangen, teilt Renate Gaus mit. „Bislang würde es Mehringen schwer haben“, sagt sie. Wenn sich jedoch die Samtgemeinde in ihrer Stellungnahme dafür ausspricht, hätte das Gewicht. Wahrscheinlich wird sie das aber nicht tun. Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer sagt gegenüber unserer Zeitung: „Wir werden für unsere Gremien Stellungnahmen vorbereiten. Die Zielsetzung dabei ist, an der Beschlussvorlage von 2015 festzuhalten.“ Damals hatten sich Gemeinderäte und Samtgemeinderat für Wechold als Standort für ein weiteres Umspannwerk ausgesprochen.

Auf Nachfrage erklärt Stefano Panebianco vom ArL, ihm liege für Mehringen als Umspannwerksstandort die grobe Planungsskizze eines Bürgers vor. Er gehe nach Gesprächen mit Bürgern davon aus, dass noch konkrete Einwände im laufenden Verfahren folgen.

„Positive Anmerkungen [zum vorliegenden Planentwurf] sind übrigens auch möglich“, sagt Renate Gaus. Eine begründete Stellungnahme, die einen vorgeschlagenen Trassenverlauf oder Umspannwerksstandort lobt, hat also auch ein gewisses Gewicht.

Quelle: kreiszeitung.de

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