Unterkunft des Ortsverbands eingeweiht

THW-Neubau günstiger als geplant

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Die symbolische Schlüsselübergabe zwischen Nils Freiherr Grote, THW-Ortsbeauftragter für Hoya, Matthias Sperling von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und Bauamtsleiter Peter Bröker.

Hoya - Von Vivian Krause. Vor etwa drei Jahren war hier noch eine Grünfläche, auf der sich Kaninchen tummelten. Im Oktober 2014 folgte der symbolische erste Spatenstich auf der Baustelle auf dem Gelände der THW-Bundesschule. Im Mai 2016 hat der THW-Ortsverband Hoya das neue Domizil offiziell bezogen, und am Donnerstag wurde es formell eingeweiht. Die Adresse lautet Hasseler Steinweg und nicht mehr – wie zuvor 35 Jahre lang – Maschsiedlung.

„Es macht keinen Unterschied, ob man 100 oder nur zehn Kilometer weit weg zieht, ich muss einmal alles angefasst haben“, sagte die THW-Landesbeauftrage für Bremen und Niedersachsen, Sabine Lackner. In ihrer einjährigen Amtszeit sei das erst der zweite Umzug einer Ortsgruppe gewesen. Sabine Lackner betont, dass die Ortsgruppe trotz Umzug nebenbei weiter Übungen und Ausbildungen absolviert hat. „Man meldet sich nicht ab, nur weil man umzieht.“

„Das ist etwas Einmaliges“, sagte auch der THW-Ortsbeauftragte für Hoya, Nils Freiherr Grote, während des Festakts zur Einweihung. Er blickte in seiner Begrüßung auf die Räumung der alten Unterkunft zurück. „Dabei wurden sechs Tonnen Reste entsorgt“, sagte er, „für manche war es schwierig, sich davon zu trennen“.

Das Gebäude wurde nach einer bundeseinheitlichen Musterplanung entworfen und erbaut. Trotz dem vorgegebenen Muster konnte der Ortsverband ein klein wenig mitbestimmen. „Die freie Gestaltung ist schon eingeschränkt“, hielt Freiherr Grote fest. Doch die Mitarbeiter des Staatlichen Baumanagements Weser-Leine rund um Bauamtsleiter Peter Bröker, hatten immer ein offenes Ohr für Vorschläge. Die Fachplaner setzten auch kurzfristig noch Wünsche um. Ein Beispiel sei die Raumaufteilung, die etwas vom Muster abweiche. „So hat die ,Fachgruppe Führung und Kommunikation‘ einen eigenen Raum. Auch gibt es einen Bereich für die Jugendarbeit“, erklärte Sven Hilker, Beauftragter für die Öffentlichkeitsarbeit beim THW-Ortsverband.

Sabine Lackner

„Zeig’ mir wie du baust, und ich sag’ dir wer du bist“, sagte Sabine Lackner. Dass trotz der Vorgaben durch den Musterbauplan ein so detailreich gestaltetes Gebäude entstanden ist, hob sie lobend hervor. Damit sich zu Pflanzen, Pokalen und Bilderrahmen noch mehr Leben gestellt, brachte Bürgermeisterin Anne Wasner – auch stellvertretend für Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer – ein gerahmtes Bild des Schlosses mit. „Ich hatte viel mehr technische Geräte und weniger fröhliche Menschen an den Wänden erwartet“, sagte sie lächelnd und übergab das Präsent an Freiherr Grote. „Wir sind in Hoya stolz drauf, das THW hier zu haben. Das gibt uns Sicherheit“, unterstrich Wasner und lobte die Ehrenamtlichen des THW-Ortsverbands weiter, „sie sehen nicht zu, sondern handeln“. Beim Umzug, den Vorbereitungen und Planungen halfen die 193 THW-Ortsgruppen-Mitglieder. „Die Jungen und Mädchen in Blau haben eins gemeinsam: Sie wollen sich engagieren“, hielt Sabine Lackner fest. In diesem Zusammenhang betonte Kreisrat Lutz Hoffmann die Relevanz der Themen Katastrophenschutz und Krisenmanagement. Dabei steht das THW nicht nur beratend zur Seite, sondern arbeite auch „einwandfrei“ mit dem Landkreis zusammen.

Das Bild sollte nicht die einzige Übergabe bleiben. Zur symbolischen Schlüsselübergabe fanden sich Bauamtsleiter Peter Bröker, Matthias Sperling, Fachgebietsleiter Facility Management von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, und Nils Freiherr Grote zusammen. Bröker sprach zuvor von mangelndem Platz an der alten Unterkunft: zu kleine Werkstatt, fehlende Stellplätze für Einsatzfahrzeuge. Das ist jetzt Geschichte. Besonders erfreut zeigte er sich von Einsparungen von etwa 200 000 Euro. Genehmigt waren Kosten in Höhe von 1,8 Millionen Euro, abgrerchnet wurden lediglich 1,6 Millionen. Für die ausführenden Arbeiten wurden etwa 40 Prozent der Aufträge an Firmen aus der Umgebung erteilt. „Das ist ein Beitrag zur Förderung der regionalen Wirtschaft.“

Einweihung: Neubau des THW-Ortsverbands Hoya

Dass das Gebäude einigen weitaus größeren Projekten voraus ist, stellte Wolfgang Lindmüller, THW-Landessprecher Niedersachen, heraus. Die Elbphilharmonie beispielsweise sprengte nicht nur den Kostenrahmen, sondern benötigte auch eine weitaus längere Bauzeit. Dazu gestellt sich auch der Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) – „hier in Hoya ist die Brandschutzerforderung erfüllt“, scherzte er, „und funktioniert sogar“.

Weitere Infos und ein Bautagebuch gibt es auf der Internetseite des THW-Ortsverbands:

www.thw-hoya.de

Quelle: kreiszeitung.de

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