Pkw-Fahrer muss Geldbuße in Höhe von 3000 Euro bezahlen

Tödlicher Verkehrsunfall in Hoya: Gericht stellt Strafverfahren ein

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Vor dem Nienburger Amtsgericht wurde am Dienstag ein tödlicher Verkehrsunfall in Hoya verhandelt.

Nienburg - Von Andreas Wetzel. Ein tödlicher Verkehrsunfall wurde am Dienstag vor dem Amtsgericht Nienburg verhandelt. Bei dem Unglück am 21. April 2015 in Hoya starb ein Motorradfahrer.

Das Gericht verurteilte einen 73-jähriger Pkw-Fahrer aus Hoya zu einer Geldbuße von 3000 Euro und stellte das Strafverfahren gegen ihn vorläufig ein.

Der 73-Jährige hatte am Unfalltag gegen 16.50 Uhr die Straße „Mehringen“ – die Verlängerung der Deichstraße – in Richtung „Auf dem Kuhkamp“ befahren und wollte von der untergeordneten Straße nach links in die Straße „Auf dem Kuhkamp“ in Richtung Hoya einbiegen. Er hatte zunächst angehalten, war dann jedoch wieder angefahren, als plötzlich von links ein Motorradfahrer heranfuhr und gegen die vordere linke Seite seines Autos stieß.

Während der Verhandlung erklärte der Angeklagte, dass er angehalten habe und dann langsam in die Kreuzung hineingefahren sei. Als er einen Aufschlag gehört habe, habe er wieder gebremst. Der Kradfahrer sei plötzlich da gewesen, berichtete der 73-Jährige. Mehrere Zeugen wurden vor Gericht gehört. Übereinstimmend gaben sie an, dasssie ein starkes Beschleunigen eines Motorrades wahrgenommen hätten und schließlich einen Aufprall.

Schon während der Unfallaufnahme war ein Sachverständiger hinzugezogen worden. Bei der Vorstellung des Gutachtens gab er an, dass der Motorradfahrer von der Tankstelle heruntergekommen sei, stark beschleunigt habe und – als er dann den Pkw auf der Fahrbahn bemerkt habe – eine sogenannte Gefahrenbremsung eingeleitete. Die habe dazu geführt, dass das Vorderrad des Krades blockierte und der Fahrer die Kontrolle über seinFahrzeug verlor. Aufgrund dessen stürtzte er auf die Fahrbahn und prallte anschließend gegen das linke Vorderrad des Pkw. Dabei erlitt er tödliche Verletzungen. Den Berechnungen des Sachverständigen zufolge dürfte der Motorradfahrer sein Fahrzeug innerhalb geschlossener Ortschaften auf über 70 Stundenkilomter beschleunigt haben, bevor er die Vollbremsung machte. Zudem war der Motorradfahrer als Fahranfänger nicht zum Führen dieses Motorrades mit einer Leistung von 170 PS berechtigt. Nach der Beweisaufnahme regte die Verteidigung an, das Verfahren gegen eine angemessene Geldauflage einzustellen. Dem stimmte die Staatsanwaltschaft zu und das Gericht legte eine Geldbuße von 3000 Euro fest.

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