Tourismus: ein Millionen-Geschäft für die Mittelweser-Region

Eine enorme Wertschöpfung

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Gut nachgefragt: Informationen zur Gegend und zu Ausflugszielen für Touristen.

LANDKREIS - Von Nikias Schmidetzki. Einen anständigen Happen bekommt die Mittelweser-Region und mit ihr der Landkreis Nienburg vom Tourismusgeschäft ab. Der Trend nach oben ist dabei überregional.

In Niedersachsen hat dieser nicht zu unterschätzende Wirtschaftszweig auch in diesem Jahr Grund zur Freude: Im Jahr 2013 kamen mehr Gäste als je zuvor in das zweitgrößte Bundesland (12,8 Millionen; +0,6%). Die Zahl der Übernachtungen ging hingegen im gleichen Zeitraum um 0,5 Prozent auf 39,8 Mio. zurück. Der Deutschland-Tourismus verzeichnete mit knapp 412 Millionen Übernachtungen neue Rekordzahlen.

„Der Tourismus gilt als eine eindeutige Wachstums-Branche der Mittelweser-Region. Seit Jahren steigen die Übernachtungszahlen“, teilt Martin Fahrland, Geschäftsführer der Mittelweser-Touristik, mit. Trotz einer auf den ersten Blick unbequemen Kombination – langanhaltend kalten Temperaturen bis in den April, verregneten Monaten Mai und Juni sowie anschließender Hitzerekorde im Juli mit ausbleibender Kälte in den Wintermonaten –, schloss die Mittelweser-Region das Jahr 2013 mit dem Rekordergebnis von 823 168 Übernachtungen in gewerblichen Betrieben ab. Dazu zählen Betriebe ab zehn Betten. Die Mittelweser-Region ist damit in Niedersachsen ein langfristiger Wachstumsmotor, der seit 2003 Übernachtungsgewinne verzeichnet. Sie besteht aus den Landkreisen Nienburg, Diepholz und Verden.

„Die Tourismusbranche verzeichnet enorme Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte. Sie ist standortgebunden. Die Arbeitsplätze können nicht verlagert werden. Steuern und Sozialabgaben werden vor Ort gezahlt“, fasst Fahrland zusammen und belegt den positiven Trend mit beeindruckenden Zahlen. Diese Daten stammen unter anderem aus der Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr an der Universität München. Fahrland hat Daten aus dem Jahr 2013 zusammengetragen und analysiert. Danach haben die beteiligten Kommunen tourismusinduzierte Steuereinnahmen von jährlich rund 7,14 Millionen Euro zu verzeichnen.

Gäste bringen Geld mit und lassen es nicht nur in Hotels und Restaurants. Den vom Tourismus ausgelösten Nettoumsatz beziffert Fahrland mit 285,49 Millionen Euro. „Auch dieses Geld bleibt in der Region“, betont Martin Fahrland: „Es handelt sich dabei um die Umsätze, die beispielsweise der Einzelhandel, die Gastronomen, aber auch die Tankstellen-Pächter im Zusammenhang mit dem Tourismus machen.“

Über die beeindruckenden touristischen Zahlen freuen sich Martin Fahrland (r.) und Uwe Kellner.

Der auf diese Art ausgelöste Gesamtumsatz ist – inklusive des Multiplikator-Effektes – sogar noch höher: 444,34 Millionen Euro. Der Anteil am Nettoumsatz, der zu Gewinn beziehungsweise Einkommen in der Region führt, beträgt nach Angaben des Mittelweser-Touristik-Chefs 159,99 Millionen Euro im Jahr. „Die gemeinsame Touristische Vermarktung der Mittelweser-Region durch die Mittelweser-Touristik ist überaus erfolgreich“, freut sich Uwe Kellner, Bürgermeister der Stadt Achim und Vorsitzender des Aufsichtsrates, aufgrund der vorgelegten Zahlen. „Der Gast verbringt seinen Urlaub nicht in Landkreisen – er reist in Regionen – unabhängig irgendwelcher Grenzen oder Mitgliedschaften. Deshalb ist es notwendig, an einem Strang zu ziehen und gemeinsam die touristische Vermarktung voranzubringen“, betont Kellner.

Das Ziel der Mittelweser-Touristik sei die touristische Vermarktung der gesamten Mittelweser-Region, die sich von Minden im Süden bis nach Bremen im Norden erstreckt, erklärt Fahrland. „Nur als leistungsstarke Region mit attraktiven touristischen Angeboten werden wir uns am Markt weiter etablieren und behaupten“, betont er.

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