Duddenhausener erörtern Chancen und Risiken einer möglichen neuen Nutzung

Trafoturm wird wohl abgerissen

Bürgermeister Wilhelm Schröder (links) moderierte die Versammlung. ·
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Bürgermeister Wilhelm Schröder (links) moderierte die Versammlung. ·

Hoya - Von Jana Wohlers. „Die Zukunft des Baus ist damit so gut wie entschieden“, sagte Bürgermeister Wilhelm Schröder zum Schluss der Versammlung.

Er hatte im Namen der Gemeinde zu einer Diskussion um die Zukunft des Trafoturms in Duddenhausen eingeladen. Mehr als 40 Einwohner beteiligten sich an der Runde im Dorfgemeinschaftshaus.. Sie trugen mit Beispielen und Erfahrungen zum Meinungsbild des Abends bei – und stimmten am Ende ab: Rund 15 Einwohner waren für einen Abriss, 5 setzen sich für eine Nachnutzung ein. Voraussichtlich werde der Bau deshalb abgerissen, folgerte Schröder.

Zuvor hatten die Duddenhausener mit großer Offenheit respektvoll das Thema des Abends erörtert: Soll der stillgelegte Trafoturm in Duddenhausen erhalten werden? Und wenn ja: Wie kann eine Nachnutzung aussehen?

„Für uns als Vertreter von Politik und Verwaltung steht die Ortsakzeptanz gegenüber dem Bauwerk an erster Stelle“, erklärte Wilhelm Schröder. „Es geht in keinster Weise darum, das Gebäude trotz mehrheitlicher Gegenstimmen am Leben zu erhalten.“ Gerade deshalb wolle man den Bürgern die Chance geben, ihre Meinung öffentlich zu vertreten und auszutauschen.

Der Trafoturm steht auf öffentlichem Boden und gehört der Eon-Avacon. Die wollte ihn ursprünglich abreißen, weil er nicht mehr genutzt wird. Auf Bitte der Gemeinde wartete das Unternehmen damit, denn möglicherweise könnte es eine Nachnutzung des Gebäudes geben.

Als Träger hatte sich bereits früh die Hegering-Jägerschaft zur Verfügung gestellt. „Es muss ein Träger für eine dauerhafte Verantwortung gefunden werden, sollte der Trafoturm für neue Zwecke genutzt werden“, erklärte Wilhelm Schröder. Der sei dann verantwortlich für alle Verpflichtungen rund um das Gebäude.

Genutzt werden könnte der Trafo etwa wie der in Wienbergen als Vogelhotel – aber beispielsweise auch als Kunstgalerie.

Viele Anwesende, die sich für eine Nachnutzung aussprachen, konnten sich einen „Nutzen im Sinne der Natur“ vorstellen.

Gegenstimmen argumentierten vor allem mit der Verkehrssicherheit rund um das Gebäude. Der Trafoturm steht in der Mitte einer Kreuzung und macht insbesondere großen landwirtschaftlichen Maschinen das Passieren oft schwer. Zudem nehme der Turm die Sicht auf den Verkehr, sagten Anwohner. Das sei gefährlich. Andererseits wirke der Bau eventuell verkehrsberuhigend, weil er dazu zwingt, langsamer zu fahren.

Im Falle einer Nachnutzung müssten jedoch auch die mittel- und langfristigen Folgekosten berücksichtigt werden. Im Moment betrachte man nur den „Ist-Zustand“, hieß es aus der Versammlung.

Quelle: kreiszeitung.de

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