Seminar für 18- bis 25-Jährige

Praxisnahes Fahrtraining in Hoya soll mehr Sicherheit geben

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Sie organisieren das Seminar für junge Fahrer und sind am Samstag, 19. August, vor Ort dabei: (von links) Feuerwehrmann Jan Schumacher, Fahrlehrer Dietmar Selent und die Polizisten Thomas Oppermann und Klaus Schneider.

Hoya - Von Michael Wendt. Den Führerschein haben sie in der Tasche – sichere Autofahrer sind sie aber (noch) nicht: Jugendliche bis Mitte 20 sind überdurchschnittlich häufig in Verkehrsunfälle verwickelt. Dagegen helfen Fahrtraining und vor allem die Sensibilisierung für gefährliche Situationen im Verkehr. Beides bietet ein Sicherheitstraining für Fahranfänger, das Polizei, Feuerwehr und die Fahrschule Selent am Samstag, 19. August, in Hoya anbieten – zum mittlerweile zehnten Mal.

Von 9 bis circa 16 Uhr absolvieren die Teilnehmer ein möglichst praxisnahes Ausbildungsprogramm mit minimalem Theorieanteil. In einem Pressegespräch schildern Fahrlehrer Dietmar Selent, die Polizisten Klaus Schneider und Thomas Oppermann sowie Feuerwehrmann Jan Schumacher, wie das Seminar ablaufen soll.

Sensibilisierung soll schonungslosem Fahren vorbeugen

Nach der Begrüßung in den Räumen der Fahrschule Selent (Auf dem Kuhkamp 2) berichtet die Polizei über die Hauptursachen von Verkehrsunfällen, und Jan Schumacher schildert, wann und wo die örtlichen Feuerwehren zuletzt Unfallopfern helfen musste.

„Unser Ziel ist es, dass insgesamt weniger Unfälle durch Fahranfänger passieren. Gerade zuletzt waren es sehr viele“, sagt Dietmar Selent. Er setzt seit Jahrzehnten sehr darauf, die Jugendlichen zu sensibilisieren und schildert ihnen schonungslos die möglichen Folgen von Verkehrsunfällen.

Fahranfänger sollten sich gegenseitig auf Fehler hinweisen

Sensibilisieren können aber nicht nur Fahrlehrer, Polizei und Feuerwehr. Vielmehr sollen sich beim Training auch die Fahranfänger gegenseitig auf falsches Verhalten aufmerksam machen. Deshalb geht’s nach dem kurzen Theorieteil raus und in die Praxis. In kleinen Gruppen machen die Teilnehmer verschiedene Übungen:

– Auf dem Hof des Gymnasiums fahren sie mit einer sogenannten Rauschbrille vor den Augen Auto. Sie simuliert das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.

– Auf dem Parkplatz der Firma Oelschläger Metalltechnik absolvieren die Jugendlichen ein kurzes Fahrsicherheitstraining mit Verkehrssicherheitstrainer Frank Rürup von der Verkehrswacht. Die Feuerwehr setzt den Hof dafür teilweise unter Wasser.

– Im Auto fahren jeweils die Jugendlichen und ein Fahrlehrer Unfallschwerpunkte in der Region ab. Dabei wechseln sie sich ab, sodass jeder etwa 30 Minuten am Steuer sitzt. Die Teilnehmer sollen sich gegenseitig beobachten und Tipps geben. Unfallschwerpunkte sind zum Beispiel die Kreisstraße von Hoyerhagen nach Asendorf und die Landesstraße durch Schierholz.

Präventionsrat finanziert Aktion zum wiederholten Mal

In der Mittagspause können die Teilnehmer für fünf Euro eine Pizza kaufen. Das Seminar endet mit ein paar Infos zur Fahrzeugtechnik (Überbrücken der Batterie und Abschleppen von Autos).

Weil die Teilnahmegebühren längst nicht alle Kosten decken, finanziert der Präventionsrat Samtgemeinde Hoya zum wiederholten Mal die Aktion. Gut angelegtes Geld, meint Polizist Klaus Schneider: „Jeder Unfall, der durch das Seminar verhindert wird, macht es zu einem Erfolg.“

Anmeldung:

Das Seminar richtet sich an junge Fahrer, die bereits zwischen sechs Monaten und fünf Jahren selbstständig Fahrpraxis gesammelt haben. Wer bislang nur begleitet Auto gefahren ist, kann nicht teilnehmen. Ein eigenes Auto ist mitzubringen und wird für einige Übungen benötigt. Die Teilnahme kostet 15 Euro (bar vor Ort zu bezahlen). Anmeldungen bei der Polizei in Hoya (Telefon 04251/934640) oder bei der Fahrschule Selent (Telefon 04255/1244).

Quelle: kreiszeitung.de

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