Trinationales Jugendcamp an der Weser

Über sprachliche Barrieren hinweg

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Geschafft! Nach getaner Arbeit picknicken die Jugendlichen gemeinsam auf der Wiese, die in wenigen Wochen als Kinderwildnis genutzt werden soll.

NIENBURG - Von Nikias Schmidetzki. Jugendliche aus drei Nationen arbeiten derzeit auf der Buermende-Wiese an der werdenden Kinderwildnis des BUND. Gemeinsam bauen, werken und gestalten sie, damit der Naturspielplatz am 19. September eröffnet werden kann.

Vor allem aus der Bretagne in Frankreich und Novi Sad in Serbien sowie verschiedenen Teilen Niedersachsens kommen die 23 Teilnehmer im Alter von 16 bis 21 Jahren. Seit Sonnabend sind sie in Nienburg, bleiben neun Tage, lernen sich, ihre Kulturen und die Region um Nienburg kennen. Untergebracht sind sie im Naturfreundehaus. Dort verpflegen sie sich selbst. Zudem gestalten sie ihre Freizeit gemeinsam – und arbeiten zusammen an einem großen Projekt.

Viele Hände packen mit an für das für das Abenteuer Wildnis.

Ausrichter der „Trinationalen Begegnung“ ist das Bezirksjugendwerk der AWO Hannover. Die Gegenorganisationen heißen Association Gwennili (Frankreich) und Volonterski Center Vojodine (Serbien). Gefördert wird das Camp vom deutsch-französischen Jugendwerk. Bis zu drei Reisen gehören zu der Veranstaltung. Einige der Jugendlichen werden wohl an allen dreien teilnehmen. Nachdem sie im vergangenen Jahr in Frankreich waren, soll 2015 der Besuch in Serbien folgen. Und derzeit ist eben Deutschland an der Reihe. Nienburg genau genommen. „Die Jugendlichen sollen sich und ihre Kulturen kennenlernen und sich austauschen“, sagt Fanny Synycia, pädagogische Mitarbeiterin beim Jugendwerk der AWO. Untereinander funktioniere die Kommunikation vor allem in englischer Sprache. Und das wichtigste: Die Gruppe verstehe sich insgesamt einfach gut.

Auch das Pflastern eines kleinen Platzes gehörte zu den Aufgaben.

Familienfest im Garten

 

Ein Familienfest wollen die Jugendlichen am Sonnabend, 30. September, im Naturnahen Schau- und Lehrgarten des BUND an der Ziegelkampstraße auf die Beine stellen. Ab 15 Uhr bieten sie den Besuchern ein Programm mit verschiedenen Angeboten auch speziell für Kindern.

Und besonders klappe das Miteinander eben, wenn die Jugendlichen in der Gruppe etwas erarbeiten. In Frankreich gehörte das Arbeiten in einem Nationalpark zum Programm. In Nienburg gestalten sie eben das Projekt Kinderwildnis maßgeblich mit. „Der Schwerpunkt liegt in den Bereichen Ökologie und Nachhaltigkeit“, erklärt Fanny Synycia. Die beiden BUND-Umweltpädagoginnen Ute Luginbühl und Claudia Reemtsema hatten das Projekt vorgestellt und damit offenbar genau ins Schwarze getroffen. So pflastern die Gäste einen kleinen Platz, installierten ein Insektenhotel und werden noch einige andere Erinnerungen hinterlassen. Darüber hinaus stehen Ausflüge in den Oyler Wald aber auch nach Bremen auf dem Programm. Und es soll interkulturelle Abende geben, an denen die Jugendlichen ihr jeweiliges Heimatland vorstellen. Die deutschen Teilnehmer hatten sich dabei übrigens unter anderem fürs Stockbrotbacken entschieden. Das sei für sie landestypisch, zur Überraschung selbst für die Mitarbeiterinnen von BUND und AWO. Fest stand nach den ersten Tagen für Fanny Synycia bereits: „Wir fühlen uns hier sehr wohl.“

Kinderwildnis

Die Kinderwildnis ist ein von der Bingo-Umweltstiftung Niedersachsen gefördertes Projekt des BUND-Nienburg. Nach der offiziellen Eröffnung am 19. September sollen in erster Linie Kinder auf der Fläche am Ende der Rühmkorffstraße (hinter der Friedrich-Ebert-Schule) Natur spielerisch erleben können. Es kommen noch Wasserpumpen, es soll ein „Baumstamm-Mikado“ entstehen, und für eine von alnatura und dm unterstützte Pflanzaktion sind ebenso gerne Helfer gesehen wie für das Anmalen des Lager-Containers. Weitere Auskünfte sind unter Tel. 05021/ 1 44 99 und per E-Mail an bund-nienburg@arcor.de erhältlich.

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