Referentin Ines Barber stellt den Hoyaer Landfrauen Geschichten aus ihrem neuen Buch vor

Trockener Humor gepaart mit Selbstironie

Landfrauen-Vorsitzende Imke Wicke (links) freut sich über den Besuch von Referentin und NDR-Redakteurin Ines Barber. Foto: CHRISTEL NIEMANN

Warpe - Von Christel Niemann. Im Gasthaus Okelmann in Warpe tobte am Samstag das pralle Leben: Der Landfrauenverein Hoya hatte zur Herbstversammlung eingeladen, wozu die Vorsitzende Imke Wicke die bekannte NDR-Redakteurin Ines Barber begrüßte. Doch bevor Barber die Lesung mit Geschichten aus ihrem Buch „Passt, wackelt un hett Luft“ startete, gab es zunächst einmal ein ausgewogenes Frühstücksbüfett.

„Platt snakken“ ist das eine, die niederdeutsche Sprache pflegen und geradezu leidenschaftlich damit umgehen das andere – Barber jedoch beherrschte beides in Perfektion. Die Holsteinerin bot Unterhaltsames auf Plattdeutsch par excellence und gab sich ganz als Botschafterin der niederdeutschen Sprache. Barber, die, wie sie sagte, aktuell im Hauptberuf Hochzeits- und Traurednerin ist, verstand es, die Aufmerksamkeit der rund 130 Landfrauen auf sich zu lenken und Spannung aufzubauen, um dann augenzwinkernd und mit vollem Einsatz von Körper und Stimme ihre Erlebnisse zu referieren. Zwischen den Zeilen verbreitete die in Rendsburg lebende Redakteurin die Botschaft: „Es ist wichtig, die niederdeutsche Sprache zu pflegen.“

Skurrile Erzählungen aus dem wahren Leben

Ihre Geschichten hat sie fast alle selbst erlebt, nur manche wurden ihr zugeflüstert. Mit ihrem trockenen Humor gepaart mit einem kräftigen Schuss Selbstironie ging die Holsteinerin zu Werk: Zum Schreien komisch waren ihre skurrilen Erzählungen aus dem wahren Leben. Wenn sie etwa von ihren Beobachtungen in einem Rendsburger Eiscafé berichtete, wo das kleine Evchen ihren Großeltern in Bezug auf die Erziehung bockend aus dem Ruder lief. Zudem berichtete sie von der „Barberschen Alltagskomik“, bei der sie sich selbst über das Erzählen von Erlebnissen mit ihren eigenen Kindern ganz gehörig auf die Schippe nahm. Egal, ob es um mütterliche Chauffeurdienste zum Wacken-Festival für ihren 16-jährigen Sohn ging oder um den eigenen Törn auf einem Traditionssegler.

Ines Barber erzählte warmherzig und freimütig, ließ eigene Marotten und Schrullen nicht aus und zitierte eine Fülle wunderbarer Dialoge, die wohl in keiner anderen Sprache so möglich sind wie im Plattdeutschen. Dem Publikum blieb jedenfalls zeitweise kaum Zeit zum Luftholen, wenn die Angriffe auf die Lachmuskeln förmlich in Salven schossen. Auch Barber musste hin und wieder selbst mitlachen, was nicht zuletzt zum Charme der Veranstaltung beitrug.

Nächste Veranstaltung:

Der Landfrauenverein Hoya lädt für Donnerstag, 17. Oktober, zu einem Vortrag von Christa Gaßmann in das Gasthaus Thöle in Bücken (Hoyer Straße 33). Sie war als Au Pair Großmutter in Kanada und berichtet über ihre Reiseerfahrungen. Anmeldungen nimmt Imke Wicke unter Telefon 04258/1369 oder per E-Mail an imke@hof-wicke.de entgegen.

Quelle: kreiszeitung.de

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