Bewohner gerettet 

Uchte: Zwei Verletzte nach Brandstiftung

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In der Nacht zu Montag hat es in Uchte gebrannt.

Nienburg - Zwei Bewohner sind bei einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Uchte verletzt worden.

Sie musste nach Polizeiangaben mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus gebracht werden. Nach bisherigen Ermittlungen war das Feuer in der Nacht zum Montag gegen 0.45 Uhr gelegt worden. Aufgrund erster Ermittlungen des Brandursachenermittlers der Polizei Stolzenau ist von einer fahrlässigen oder vorsätzlichen Brandstiftung auszugehen.

Ein in der Nähe des Brandortes wohnender Zeuge hatte nachts Geräusche gehört und das Feuer entdeckt. In einem Carport war das offene Feuer ausgebrochen und hatte ein Auto, einen Traktor und zwei Pferdekutschen zerstört, berichtet die Polizei. 

In der Nacht zu Montag hat es in Uchte gebrannt.

Erste Löschversuche mit eigenen Feuerlöschern verliefen erfolglos, da der Brand bereits zu weit ausgedehnt war. Die Feuerwehren aus Uchte, Darlaten, Höfen, Hoysinghausen, Lohhof, Woltinghausen und Warmsen waren mit rund 100 Kräften im Einsatz. Unter der Einsatzleitung von Frank Witte gingen die Kameraden zum Teil unter Atemschutz sowie mit Unterstützung der Drehleiter aus Liebenau gegen das Feuer vor.

Ein Hausbewohner sowie ein Hund wurden von Einsatzkräften aus dem Gebäude gerettet. Fünf Hausbewohner hatten bereits selbstständig das Gebäude verlassen, berichtet Feuerwehrsprecherin Katharina Dröge. Zwei Bewohner wurden vom Rettungsdienst behandelt und mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Zwei weitere Bewohner wurden vorrübergehende im Gemeindehaus betreut. Zur Vorsicht wurde auch ein in unmittelbar Nähe stehendes Wohnhaus evakuiert, wobei die Bewohner nach etwa zwei Stunden zurück in ihr Haus konnten.

100.000 Euro Schaden

Die Löscharbeiten gestalteten sich teilweise schwierig, da sich das Feuer auch in einer Zwischendecke ausgebreitet hatte und nun dabei war auf das Wohnhaus überzugreifen. Auch eine Gasleitung war beschädigt, sodass der Gasversorger zum Abstellen gerufen werden musste. Nach rund einer Stunde konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. 

Die Nachlöscharbeiten übernahmen die Feuerwehren Uchte und Lohhof. Mit Hilfe der Wärmebildkamera wurden alle Glutnester gefunden, abgelöscht und eine betroffene Wohnung mit einem Hochdrucklüfter von Rauch befreit. Gegen 5 Uhr konnten auch die letzten Einsatzkräfte einrücken. Alle Hausbewohner kamen vorrübergehen bei Familienangehörigen oder Freunden unter.

In der Nacht zu Montag hat es in Uchte gebrannt.

Der Sachschaden beträgt nach einer Schätzung der Polizei 100.000 Euro. Weitere Erkenntnisse erwarten die Ermittler nach der gemeinsamen Untersuchung mit der Brandursachenkommission des Landeskriminalamtes Niedersachsen. Zeugenhinweise auf verdächtige Beobachtungen nimmt das Kommissariat in Stolzenau unter Tel. 05761/92060 entgegen.

dpa

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