Übernahme der Schulbuskosten und Ausweitung des „Kinderbonus‘“ beschlossen

Rat setzt Zeichen gegen den demografischen Wandel

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Mediengruppe Kreiszeitung

Eitzendorf - Von Alena Staffhorst. Für die Übernahme von Schulbusfahrkosten sowie eine Ausweitung des „Kinderbonus‘“ auf den Kauf von bebauten Grundstücken sprach sich der Hilgermisser Rat in seiner Sitzung am Dienstagabend im Gasthaus „Zur Post“ in Eitzendorf einstimmig aus.

Der demografische Wandel ist sicherlich nicht nur in Hilgermissen ein Thema. Die Gemeinde steckt den Kopf nicht in den Sand, sondern versucht, den Auswirkungen entgegenzuwirken. Das bewies der Rat jetzt und setzte mit zwei Beschlüssen ein klares Zeichen.

Den „Kinderbonus“ gibt es bereits seit 2008. Damals wurde beschlossen, Käufern von Baugrundstücken in der Gemeinde eine Förderung von 1500 Euro pro Kind zu gewähren, wobei der Höchstbetrag auf 3000 Euro begrenzt ist. „Wir von der Wählerinitiative für Hilgermissen haben einen Antrag gestellt, um diesen Bonus auch für Käufer von bebauten Grundstücken zu zahlen“, erklärte Uwe Hopmann. So soll es pro Kind 1500 Euro geben, wenn die Immobilie innerhalb von zwei Jahren bezogen und mindestens sechs Monate vom Käufer bewohnt wird. Die Förderung tritt rückwirkend zum 1. Januar 2014 in Kraft.

Zusätzlich stimmte der Rat dafür, dass der „Kinderbonus“ nicht mehr auf 3000 Euro beziehungsweise zwei Kinder begrenzt ist. Voraussetzung für einen Zuschuss ist, dass das gekaufte Grundstück innerhalb von zwei Jahren bebaut wird und dass das Haus mindestens sechs Monate lang selbst bewohnt wird.

„Wir halten die Idee für sinnvoll, da der demografische Wandel auch vor uns nicht Halt machen wird“, sagte Tim Stegemann (WGH). „Wir tragen damit einen Teil zur Attraktivitätssteigerung bei. Es sollen nicht nur neue, junge Familien nach Hilgermissen gelockt werden, sondern wir wollen auch die Familien, die bereits hier leben, halten.“

„Schlechtwetterkarte“

für die Schüler

Als zweite Maßnahme beschloss der Rat die sogenannte „Schlechtwetterkarte“, mit der die Buskosten der Schüler von Dezember bis Ende Februar übernommen werden. „Die Mobilität ist heutzutage das A und O“, sagte Michael Schwieger (WfH). „Außerdem ist es ein Alleinstellungsmerkmal, da die umliegenden Gemeinden eine solche Förderung nicht haben. Es macht Hilgermissen attraktiver.“

Da die Übernahme für die Schulbusfahrkosten im gesamten Jahr aus rechtlichen Gründen nicht möglich sei, hat sich der Rat aufgrund der Witterungsverhältnisse für die Monate Dezember, Januar und Februar entschieden.

Schüler der Grundschule Wechold, der Haupt-, Real- und Oberschule Hoya sowie der Gutenbergschule und des Gymnasiums Hoya sowie der Berufsbildenden Schulen Nienburg und Verden können sich einen Antrag im Rathaus Hoya oder bei Bürgermeister Johann Hustedt abholen.

Im Haushaltsplan 2015 sind für die Maßnahme 7000 Euro vorgesehen.

Quelle: kreiszeitung.de

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