Rupert Neudeck lobt beim Neujahrsempfang den Kampf um die Familie Nguyen

Unvergessliches Hoya

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Rupert Neudeck lobte den Einsatz Hoyas für Gerechtigkeit. 

Hoya - Von Jana Wohlers. Die Hoyaer Familie Nguyen bestimmte beim Neujahrsempfang die Reden vor den rund 250 Gästen. Neben Bürgermeisterin Anne Wasner sprach auch der Journalist und Menschenrechtler Rupert Neudeck in seiner Ansprache von dem Kampf um die Familie, der Hoya 2012 beeindruckte.

Sein Lob galt dem Einsatz der Bürger für die Vietnamesen und sagte, der Einsatz der Stadt werde den Namen Hoyas unvergesslich machen.

„Das Jahr 2012 war für uns von Wasser geprägt“, erklärte Wasner in ihrer Rede. Ob Baustellenwasser, Weserwasser oder Tränen – nass war es 2012 immer gewesen. Ihr Fazit für das Jahr 2012 fiel trotz einigem Stöhnen, scharfen Bemerkungen und dem einen oder anderen Kritikpunkt positiv aus.

„Durch zahlreiche Neubauten konnten wir die Infrastruktur weiter stärken und die Region unterstützen“, erklärte Wasner. Zudem habe man in diesem Jahr „das Wunder von Hoya“ vollbringen können. „Mit viel Unterstützung von allen Seiten ist es uns gelungen, den Kampf um die Wiederkehr der Familie Nguyen zu gewinnen.“

Zahlreiche Feuerwehreinsätze, insbesondere der Großbrand bei der Firma Hartje, hätten zudem einmal mehr die Stärke und die Bedeutung der Ortsfeuerwehren bewiesen. Das vielfältige persönliche Engagement der Verantwortlichen, Bürger und Ehrenamtler habe 2012 das Bestehen der Kleinstadtgesellschaft in ihrer ganzen Vielfalt ermöglicht. „Nehmen wir uns auch 2013 den Mut, etwas zu riskieren“, appellierte die Bürgermeisterin.

„Hoya hat etwas Einzigartiges vollbracht.“

Mut ist es auch, den sich Gastredner Rupert Neudeck auf die Fahne geschrieben hat. „Nie mehr feige, sondern immer mutig sein“, lautet das Motto des 74-Jährigen. Neudeck bot in seinem Vortrag einen Einblick in das, was ihm besonders am Herzen liegt – den Einsatz für seine Mitmenschen. „Hoya hat in diesem Sinne etwas bundesweit Einzigartiges, etwas sehr Großartiges vollbracht“, lobte der Journalist den Einsatz für Gerechtigkeit im Falle der Familie Nguyen und kommentierte: „Dieses Ereignis, der Gewinn eines eigentlich unmöglichen Kampfes, wird den Namen Hoya unvergesslich machen.“

Neudeck bezog sich in seinem Vortrag besonders auf das Thema der Zuwanderung anlässlich des demographischen Wandels und des Fachkräftemangels. „In 30 Jahren werden in Deutschland rund sechs Millionen Arbeitskräfte fehlen“, erklärte der Gastredner. Man müsse sich schon jetzt auf mehr junge ausländische Menschen in der Bundesrepublik einstellen, um die eigene Zukunft langfristig zu sichern.

Mit Bildern seiner verschiedenen Reisen, die unter anderem nach Syrien und in den Kongo gingen, erzählte Neudeck etwas über sein Bestreben, sich für Mitmenschen einzusetzen.

Neudeck leitete während seiner Reisen unter anderem die Sanierung von Schulen und Hospizen an. Mit eindrucksvollen Geschichten und markanten Zahlen bot er einen realitätsnahen Einblick in den Alltag hilfsbedürftiger Länder. In seinem Vortrag bezog Neudeck sich immer wieder auf die Stadt Hoya. „Hoya hat mit seinem Tun einen Aspekt der Ästhetik aufgezeigt, der sonst nur vernachlässigt oder gar nicht bekannt war. Nämlich die Ästhetik des Rechts“, sagte Neudeck. Recht und Gerechtigkeit seien in ihren Facetten ebenfalls eine „Schönheit“. „Hoya hat einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan“, lobte Neudeck das Engagement der Stadt und ihren Einsatz für Gerechtigkeit.

Das Schlusswort des Empfangs sprach Pastor Andreas Ruh. Auf humorvolle und leicht ironische Weise ließ er das Jahr 2012 Revue passieren und apellierte dafür, manche Dinge ruhig einmal auf die leichte Schulter zu nehmen. Für musikalische Untermalung sorgte das Quartett Nr. 1 sowie die Nachwuchsband „The Hobbits“ der evangelisch-lutherischen Kirche.

Quelle: kreiszeitung.de

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