Sonderabfalldeponie Münchehagen weiter beobachten

Wenzel sagt Vertragsverlängerung zu

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Vertreter des Landes, der Kommunen und der Anlieger sind zur Überreichung des dritten SAD-Zwischenberichts an Stefan Wenzel in das Rehburg-Loccumer Rathaus gekommen.

REHBURG-LOCCUM - Von Beate Ney-Janßen. Der Vertrag zur Sicherung der Sonderabfalldeponie Münchehagen (SAD) soll bis 2020 verlängert werden. Dafür hat sich Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel ausgesprochen.

Im Rehburg-Loccumer Rathaus ist ihm der mittlerweile dritte Zwischenbericht zur Bewertung der Deponie übergeben worden. Die Sorge sei bei den Menschen nach wie vor präsent, sagte Rehburg-Loccums Bürgermeister Martin Franke. Kommunen und Anlieger fühlten sich mittlerweile aber vom Ministerium sehr ernst genommen und seien mit der Zusammenarbeit der vergangenen 15 Jahre zufrieden. Dennoch gelte es, diese Beziehung zu hegen und zu pflegen – und immerhin sei ein Verfahren zur Beseitigung der Altlast gegen das Land immer noch anhängig.

Obwohl die Deponie seit Jahrzehnten außer Betrieb ist und die Ergebnisse der Sicherungsmaßnahmen durchaus positiv sind, drängte Franke den Minister, den bestehenden Vertrag zur weiteren Beobachtung der Deponie, der noch bis 2016 gilt, weiter zu verlängern. Das sagte Wenzel zu – nachdem er sich die Zusammenfassung des Bewertungsgremiums angehört hatte. Demnach sollte die Überwachung zunächst bis 2020 festgelegt werden und zwar in dem Umfang, in dem sie auch derzeit geschehe. Obwohl das Land dafür jährlich mit rund 459.000 Euro eintreten muss.

Kein Ministerbesuch ohne Eintragung in das Goldene Buch der Stadt: Stefan Wenzel trägt sich ein, Martin Franke schaut zu.

Das dreiköpfige Bewertungsgremium mit Meinfried Striegnitz als Vorsitzendem hatte zuvor ausgeführt, dass die Ergebnisse bislang durchaus den Erwartungen entsprächen. Schadstoffausträge aus der Deponie gebe es nicht, besonders beobachtet würde die SAD aber nach wie vor an zwei Punkten. Zum einen sei immer noch nicht völlig geklärt, weshalb in einer Ecke der umschließenden Wand die Wasserstände inner- und außerhalb der Deponie korrespondierten – dieses sollte eigentlich mit der bis in 30 Meter tief in den Boden eingelassenen Dichtwand ausgeschlossen sein. Zum anderen werde genau beobachtet, ob sich eventuell am unteren Ende dieser Wand eine Fußpunktfahne bilde, die Schadstoffe von innen nach außen trage. Die Sorge bestehe zwar, die Erfahrung zeige aber auch, dass sämtliche Prozesse an der SAD sehr langsam ablaufen würden – durch das Monitoring, also die permanente Beobachtung der Deponie an vielen Punkten, würden solche Austräge frühzeitig erkannt. In solch einem Fall könne mit weiteren Maßnahmen reagiert werden. Die Empfehlung von Striegnitz lautete, die Überwachung in gleichem Maße fortzuführen wie bisher. Ein Lehrstück ist für den Minister, der den Zwischenbericht entgegen nahm, die Deponie. Die fachliche Arbeit zur Sicherung der Deponie sei wichtig und richtig. Als Lehre müsse es aber auch dienen, damit „unsere Art zu wirtschaften sich verändert“. Solche Stoffe, wie sie in der SAD Münchehagen gelandet seien, dürften überhaupt nicht mehr entstehen.

Wer sich selbst ein Bild von der SAD Münchehagen machen will, bekommt am Freitag, dem 9. Mai, 15 Uhr, die Gelegenheit. Dann wird es einen Tag der offenen Tür auf dem Deponiegelände geben.

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