„Vibi“ räumt auf

Amphibienfahrzeug bekämpft Wasserpest im Eystruper Naturfreibad

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Vom Boden des Badesees rupft das Amphibienfahrzeug „Vibi“ etliche Berge Wasserpest und transportiert sie aus dem Gewässer heraus.

Eystrup - Von Anette Steuer. Die Sonne glitzert auf der Wasseroberfläche, Vögel zwitschern, und der helle Sandstrand leuchtet vor dem satten Grün der Liegewiese und der Bäume. Kurzum: Das Naturfreibad Eystrup ist bereit für den diesjährigen Gästeansturm. Fast zumindest. Mitten in dieser Idylle heult plötzlich ein Motor auf. Ein merkwürdig aussehendes Kettenfahrzeug setzt sich an Land in Bewegung und taucht dann in den Badesee ein.

Alex Banse, der am Steuer des Gefährts sitzt, weiß genau, was er macht. Und das muss er auch. Immerhin lenkt er ein riesiges Amphibienfahrzeug mit dem liebevollen Spitznamen „Vibi“. Als „Vibi“ vollständig schwimmt, legt Banse verschiedene Hebel um, und ein Ausleger, an dem eine Art Kamm befestigt ist, senkt sich auf den Grund des Gewässers. Nun räumt „Vibi“ den Boden des Badesees auf, indem es ihn durchkämmt und dabei Unmengen der sogenannten Wasserpest herausrupft.

Bei der Wasserpest handelt es sich um eine ausdauernde, kräftige Pflanze, die am Gewässergrund wurzelt. Die grünen, biegsamen, schlanken Stängel können je nach Art bis zu drei Meter lang werden. Die Wasserpest sei nicht gefährlich, aber „kein Schwimmer hat Lust, sich dadurch zu wühlen“, sagt Conrad Heidmann. Er ist der Chef des Lohnunternehmens aus Stuhr, das im Auftrag des Schwimmvereins Naturfreibad Eystrup mit „Vibi“ den Badesee reinigt. Auch im vergangenen Jahr hatte sich der Verein als Betreiber des Bads für diese Maßnahme entschieden.

Unterwasserwälder

Die Wasserpest-Pflanzen gedeihen besonders in sommerwarmen, nährstoffreichen, nicht übermäßig belasteten Gewässern, die stehen oder langsam fließen. Das können beispielsweise Baggerseen sein. Dem Namen Wasserpest machen die Pflanzen durch ein schnelles Wachstum alle Ehre. Dabei können wahre Unterwasserwälder entstehen, was zulasten anderer Unterwasserpflanzen gehen kann.

„Vibi“ reinigt das Naturfreibad Eystrup

 © Mediengruppe Kreiszeitung / Anette Steuer
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„Würde das Kraut im Wasser bleiben, könnte es spätestens im Herbst zu Problemen kommen, wenn die Wasserpest abstirbt. Die dabei entstehende übermäßige Biomasse kann sogar zum Umkippen des Sees führen“, erklärt Heidmann.

Der Eystruper Schwimmverein will das natürlich verhindern und setzt daher auf die Kraft der 75 Pferdestärken von „Vibi“. Der Erfolg lässt sich sehen. Bergeweise Wasserpest türmt sich am Wasserrand, um fachgerecht entsorgt zu werden.

Zum Saisonstart (siehe Artikel rechts) werden die Arbeiten im Naturfreibad abgeschlossen sein, sodass ungetrübtem Badespaß bei ausgezeichneter Wasserqualität nichts im Wege steht.

Quelle: kreiszeitung.de

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