Am Wochenende war Landesverbandschau der Rassekaninchenzüchter

5 922 Knopfaugen

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Glänzendes Fell, große Knopfaugen und hängende Schlappohren: Insgesamt waren 2 961 Tiere bei der Landesverbandschau ausgestellt.

Nienburg - von Kristina Stecklein. Sie hoppelten um die Wette - und zeigten sich von ihrer schönsten Seite. Fast 3.000 Kaninchen konnten Zuschauer am Wochenende bei der  44. Landesverbandschau der Rassekaninchenzüchter in der Nienburger Deula begutachten.

„Oh Mama, guck mal wie süß!“ – Ein Satz, der am Wochenende in der Nienburger Deula vermutlich nicht nur einmal fiel. Kein Wunder, denn genau 2 961 Kaninchen buhlten am Samstag und Sonntag um die Gunst der Besucher der 44. Landesverbandschau der Rassekaninchenzüchter in Nienburg.

Ziemlich streng wurden die Hüpfer von der Jury beäugt.

Mit großen Knopfaugen, glänzendem Fell und süßen Schlappohren präsentierten die Züchter ihre schönsten Tiere. Dem „Otto Normalbesucher“ scheint ein Hoppler niedlicher als der andere – doch den strengen Augen der Punktrichter ist nichts entgangen. So gab es auf der Bewertungsurkunde auch Details zur Blume (nein, keine Pflanze!), den Zähnen, der Körperform, dem Geschlecht und etlichen weiteren Kriterien, falls diese nicht „einwandfrei“ stimmten. Am Mittwoch und Donnerstag in der vergangenen Woche wurden die knapp 3 000 Tiere von der Jury bewertet. Vom Angora bis hin zum Hermelin, einem Kaninchen in „dalmatiner dreifarbig“ oder „perlfehfarbig“ – etliche Rassen waren in den Hallen der Deula vertreten.

Doch nicht nur zahlreiche Kaninchen – auch viele Besucher hatten sich zur Rasseschau begeben. „Der Zuschauerzuspruch ist ausgesprochen gut, es ist kein Abbruch zum Vorjahr zu verzeichnen. An beiden Tagen kommen zwischen 700 und 800 Personen, die Aussteller nicht einberechnet“, sagt der Nienburger und erster Vorsitzender des Landesverbandes Gerald Heidel.

Matthias Herberg möchte bald wieder mit dem Züchten beginnen. Die Schau nutzte er als zuverlässige Informationsquelle.

Unter den Zuschauern ist auch Matthias Herberg aus Hannover. Mit einem Büchlein geht er am Samstag von Käfig zu Käfig und schaut sich die Tiere ganz genau an. „Wir haben mal gezüchtet, jetzt möchte ich wieder anfangen“, erklärt er. Ein Tier möchte er heute noch nicht kaufen, „richtig informieren“ steht für ihn an diesem Tag an erster Stelle. „Ich habe mit einigen Züchtern gesprochen. Wir sind oft unterwegs auf solchen Schauen und immer interessiert“, betont der Hannoveraner.

„Wir hatten Besucher aus Dänemark, Norwegen, Schweden und Holland. Auch aus dem gesamten Bundesgebiet von Norden bis Süden waren Menschen da“, resümiert der erste Vorsitzende. Die meisten seien allerdings in den Morgenstunden des Samstags angereist – schließlich läuft der Verkauf ganz nach dem Motto: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Zwischen 16 und 18 Prozent der Ausstellungstiere werden an solch einem Wochenende verkauft. Ein Angorakaninchen kann dabei beispielsweise sogar um die 100 Euro kosten.

Die Landesverbandschau der Rassekaninchenzüchter findet jährlich statt, nächstes Mal geht es für die Aussteller nach Hildesheim. „2019 sind wir dann wieder in Nienburg“, weiß Heidel. Wer sich für das besondere Hobby mit Verantwortung und großen Knopfaugen interessiert, kann sich im Internet schlau machen. „Dort sind alle Ansprechpartner und Vereine aufgelistet“, fügt der Vorsitzende an. Bundesweite Spezialschauen finden in der Regel zwischen Oktober und Dezember statt.

Hier geht es zur Homepage des Vereins.

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