Künstler bedanken sich mit Benefizkonzert in der KKD für die Zusammenarbeit

Vierstimmiger Gesang zum zehnjährigen Bestehen

Sie lieferten einen wohlklingenden Beitrag zum Festprogramm der Kleinkunstdiele Bücken: Joachim von Lingen (von links), „Anne & Davy“ und Peter Brieber. - Foto: Horst Friedrichs

BÜCKEN - Von Horst Friedrichs. Die Blätter waren noch grün, und auch die Sonne stach von Zeit zu Zeit durch Wolkenlücken – eindeutige Indizien dafür, dass Sommer war, am Samstag in Bücken, als die Kleinkunstdiele (KKD) ihr zehnjähriges Bestehen mit einem Open-Air-Benefizkonzert feierte.

Auch angesichts der Thermometeranzeige hätten sich Pessimisten durchaus an einen Herbsttag versetzt fühlen können. Doch ausschließlich Optimisten, und noch dazu in überwältigender Zahl, hatten sich im Garten der Kulturhochburg versammelt, um dem exquisiten Musikprogramm zu lauschen und es sich bei Gaumengenüssen gutgehen zu lassen.

Sänger und Musiker auf der Bühne sorgten für geballte gute Zuhörerlaune, und so war es wohl die Wucht dieser Stimmung, die den für das Wetter Zuständigen veranlasste, die große Beregnungsanlage trotz grau wölkender Drohungen gar nicht erst einzuschalten.

Eine Atmosphäre sommerlicher Leichtigkeit entstand im idyllischen Garten der Kleinkunstdiele auch ohne dauerhaften Sonnenschein. „Anne & Davy“ mit Peter Brieber und Joachim von Lingen waren eine der mit viel Beifall bedachten Gruppen aus der Region, die Peter Klein, Betreiber der KKD, Dank und Anerkennung für zehn Jahre gemeinsames künstlerisch-musikalisches Wirken zollten.

„Freunde, lasst es mich einmal sagen – es ist gut, wieder hier zu sein“, sang Peter Brieber denn auch zur Eröffnung des Auftritts der in Bücken nun schon geschätzten Formation. Schon im vergangenen Jahr, beim „Rendezvous der Liedermacher“, hatten die Vier in der Kleinkunstdiele mit Titeln bekannter Größen von Franz Josef Degenhardt bis Reinhard Mey viel Beifall geerntet. Entsprechend begeistert zeigte sich das Publikum auch am Samstag beim Wiederhören bekannter Melodien, die das Quartett teilweise mit eigenen Texten krönte. Überdies beeindruckten „Anne   & Davy“, Peter Brieber und Joachim von Lingen mit durchweg vierstimmigem Gesang.

Neben den Stücken ihrer großen Vorbilder bot die Gruppe auch eigene Kompositionen. So spielte etwa „Davy“ ein Lied von den Sonntagsspaziergängen zum damals Nazi-besetzten Heysenhof in Drübber, und Joachim von Lingen präsentierte mit seinem „Und tschüs“ ein Stück, das er zum Abschied eines Lehrerkollegen geschrieben hatte.

Als hochaktuell erwies sich ein Text, den Peter Brieber zu Reinhard Meys „Über den Wolken“ geschrieben hatte – vor 20 Jahren. Damals war Brieber Bürgermeister Nienburgs, und er hatte zu einem Treffen von Mitbürgern unterschiedlichster Herkunftsländer eingeladen. Das Lied zeigte: Ihnen die Freiheit als Chance auf ein neues Leben zu geben, war schon damals ein Anliegen.

Dass sie auch Heiterkeit verbreiten können, bewiesen Peter Brieber, „Anne & Davy“ und Joachim von Lingen mit dem Titel „Das macht doch nichts, das merkt doch keiner“.

Zur Eröffnung der Veranstaltung hatten Bückens Bürgermeister Wilhelm Schröder und Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer die Leistung Peter Kleins und der Kleinkunstdiele gewürdigt und ein Präsent übergeben.

Das weitere Festprogramm zum zehnjährigen Bestehen gestalteten unter anderem der Bücker Chor „Haste Töne“, „Tito und sein Holzbein“, „Jost von Scheven & Friends“ und die Martfeld Blues Band.

Quelle: kreiszeitung.de

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