Vision von einst hatte bis heute 50.000 Besucher

Heimatverein Wechold feiert 20-jähriges Bestehen des Heimathauses

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Henry Zabel

Wechold - Von Jana Wohlers. Fast 20 Jahre ist es her, dass der Wecholder Heimatverein „Wecheln un ümto“ am 30. August 1997 die Einweihung seines Heimathauses („Heimathus“) feierte. Das zu Beginn von einigen mit Skepsis betrachtete Projekt ist heute ein Aushängeschild der Gemeinde, überregional bekannt, Veranstaltungszentrum mit tausenden Besuchern jährlich und Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in Wechold.

Am Samstag und Sonntag feierte der Heimatverein das 20-jährige Bestehen des Heimathauses. „Es war, ist und bleibt ein Stück Heimat“, fasste Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer zusammen.

Zwei Tage lang lockten verschiedene Angebote

Die Mitglieder des Heimatvereins hatten anlässlich des runden Geburtstags ein buntes Fest auf die Beine gestellt. An zwei Tagen lockten verschiedene Angebote, musikalische Einlagen und jede Menge Schlemmereien Besucher nach Wechold.

Richard Voss

„Ohne die engagierten, fleißigen Männer unseres Bauausschusses, die mit viel Initiative und Eigenleistung großartige Arbeit geleistet haben, würden wir hier heute nicht stehen“, lobte Irene Gartz, Vorsitzende des Heimatvereins. 1997 wurde das jahrhundertealte, zuvor als Ziegenstall genutzte Fachwerkhaus innerhalb Wecholds an seinen jetzigen Standort versetzt. Der Bauausschuss bestand vor 20 Jahren aus Richard Voss, Dieter Köster, Fidi Ellerbusch, Friedel Köster (mittlerweile verstorben), Henry Zabel und Johann Schwecke. Sie setzten sich mit viel Engagement für die Verwirklichung ihrer Vision eines Heimathauses ein.

Die Männer waren am Sonntag Ehrengäste beim offiziellen Festakt. Bereits am Samstag hatte der „Maritime Abend“ zahlreiche Besucher angelockt.

Henry Zabel

Am Sonntag dann nahmen Henry Zabel (mittlerweile Ehrenvorsitzender des Vereins) und Richard Voss (Ex-Vorsitzender des Bauausschusses) die Zuhörer beim Festakt mit auf eine Reise in die Vergangenheit und erzählten von der Entstehung des Heimathauses.

Regionsübergreifendes Haus steht allen offen

Auch die heutige Vereinsvorsitzende Irene Gartz griff zum Mikrofon. „Viele finden heute ihren Weg nach Wechold – auch ohne Straßennamen. Die Geschichte des Heimathauses zeigt eindrucksvoll, was man durch Ehrenamt erreichen kann“, sagte sie. „Viele“, das scheint in Anbetracht von mehr als 50.000 Besuchern in 20 Jahren Heimathaus recht bescheiden ausgedrückt.

Die Türen des Heimatvereins und somit des Heimathauses stehen seit dessen Einweihung allen offen. Egal, ob für Backtage, zum Matjesessen, als Start und Ziel von Radtouren oder als Trauzimmer: Das Heimathaus hat sich seit seiner Entstehung zu einem regionsübergreifenden Treffpunkt gemausert. Die Veranstaltungen dort stehen bei zahlreichen Besuchern fest im jährlichen Terminkalender.

„Der Bau eines Gebäudes ist eine Sache, es mit Leben zu füllen, eine ganz andere“, sagte Henry Zabel. „Wir hätten im Traum nicht daran gedacht, dass es so gut laufen würde.“ Ohne die Unterstützung von allen Seiten, von der Dorfgemeinschaft, der Gemeinde, von ortsansässigen Firmen, zahlreichen Sponsoren und ohne Zuschüsse des Landes im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms wäre eine Umsetzung der Vision „Heimathaus“ gar nicht möglich gewesen, sagte Zabel.

Die Skepsis ist verflogen

Auch Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer und Gemeindebürgermeister Johann Hustedt lobten in ihren Reden das Engagement des Heimatvereins. „Durch das Heimathaus wird ein Stück Pflege historischer Hinterlassenschaften gelebt und das unverwechselbare Gesicht einer historischen Landschaft bewahrt“, sagte Meyer. „Es sichert die Begegnung mit der Vergangenheit auch für zukünftige Generationen.“

Der Bau sei ein Batzen Arbeit und von Skepsis begleitet gewesen, sagte Hustedt. „Heute, 20 Jahre später, ist das Heimathaus ein großartiges Aushängeschild und gar nicht mehr wegzudenken“, lobte er.

Der Heimatverein will die Erfolgsgeschichte weiterschreiben: Kürzlich hat er einen Bauantrag für eine neue Remise auf dem Gelände gestellt.

Quelle: kreiszeitung.de

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