Segelflugverein startet in die neue Saison: Ausbildung von Piloten steht im Fokus

Wie ein Vogel durch die Luft gleiten

Die Flugschüler lernen die Maschinen ganz genau kennen, damit sie sich in luftiger Höhe sicher fühlen. Foto: Uwe Campe

Hoya - Von Uwe Campe. Voller Vorfreude auf ein Jahr mit hoffentlich vielen guten Flugtagen sind die Mitglieder des Segelflugvereins Hoya von 1931 jetzt in die neue Saison gestartet. Ab sofort wird – abhängig von der Witterung – bis etwa Ende Oktober samstags und sonntags wieder viel Betrieb auf dem vereinseigenen, 10 500 Quadratmeter großen Wiesengelände zwischen der Landesstraße 330 und der Weser gelegenen Flugplatz herrschen. Dort befindet sich auch das 1993/94 errichtete Hauptgebäude mit etwa 1 000 Quadratmeter Grundfläche, das alle notwendigen Funktionsräume sowie eine etwa 650 Quadratmeter große, dem Abstellen der Flugzeuge dienende Flugzeughalle beherbergt.

Wie Vorstandsmitglied und Fluglehrer Klaus Stuwe in einem Gespräch mit der Kreiszeitung mitteilte, sind die acht Vereinsflugzeuge sowie ein Motorsegler im Winterhalbjahr gründlich gewartet und dabei auf „Herz und Nieren“ überprüft worden, sodass es Anfang April endlich wieder in die Luft gehen konnte. Die äußeren Bedingungen erwiesen sich gleich am ersten Flugwochenende als so gut, dass Basishöhen – das sind die Höhen der Wolkenuntergrenzen – von bis zu 2 000 Meter erreicht werden konnten. Als Einstieg in die neue Saison war dieses Wetter zwar ideal, allerdings herrschen in diesen Höhen auch schon Temperaturen von bis zu minus zehn Grad, was den Piloten bei längeren Aufenthalten in diesen Gefilden schon einiges abverlangt. Wie Stuwe sagte, nimmt die Temperatur pro 100 Höhenmeter um etwa ein Grad ab.

Ein sehr wichtiges Thema stellt für den 1931 gegründeten, als einer der Pioniere des Segelflugs im mittleren Niedersachsen geltenden Verein, der aktuell 69 Mitglieder – darunter 40 Aktive – in seinen Reihen hat, die Pilotenausbildung dar. Mit sechs Schulflugzeugen werden derzeit unter der Leitung von Ursula Voß von neun Fluglehrern 15 Flugschüler ausgebildet. Die Intensität der Ausbildung machen 355 Schulstarts allein im Jahr 2018 deutlich.

Dank der ehrenamtlichen Arbeit der Vereinsmitglieder sei Segelfliegen erschwinglich. Wie Stuwe betont, kostet die Mitgliedschaft für Jugendliche mit 58 Euro im Monat (inklusive aller Fluggebühren) nicht mehr als bei ähnlichen Freizeit- und Sportarten.

Häufig beginne die Ausbildung mit einem „Hinein-schnuppern“. Ein Gastflug gebe bereits ein erstes Gefühl für den Sport und koste 25 Euro. Ein Schnupperkurs mit zehn Schulflügen, wie er auch in diesem Jahr wieder angeboten wird, kostet 120 Euro. Wer einen solchen Kurs absolviert habe, würde bereits eine ganze Menge an Wissen für eine anschließende Ausbildung zum Segelflugpiloten mitbringen, erklärt der Fluglehrer.

Da die Schulung ehrenamtlich betrieben wird, kostet diese dann lediglich die Mitgliedsgebühren und Flugpauschale. Für Jugendliche seien das insgesamt 58 Euro pro Monat.

Ausbildungsverlauf

Zunächst werden im Doppelsitzer zusammen mit einem Fluglehrer das Starten, Landen und Einhalten der Platzrunde geübt, wozu etwa 50 bis 100 Starts notwendig sind. Mit dem ersten Alleinflug beginnt die fortgeschrittene Phase der Schulung, in der die Fähigkeiten bis zum Erwerb der Lizenz komplettiert werden. Die Gesamtdauer der Ausbildung ist natürlich von der fliegerischen Aktivität und dem Talent des Flugschülers abhängig, kann aber erfahrungsgemäß nach etwa zwei Jahren abgeschlossen werden und dann zur Lizenz führen.

Wer nach dem Motto „Lautlos im Himmel schweben und wie ein Vogel durch die Luft gleiten – das ist Segelfliegerei!“ dieses Freizeitvergnügen kennenlernen und ausprobieren möchte, für den besteht bereits über Ostern, beziehungsweise vom Freitag bis Montag die Möglichkeit, einen solchen Schnupperkurs zu belegen, ansonsten aber auch laufend bei Nachfrage. Der Segelflugverein würde sich über reges Interesse freuen. Aber auch sonst seien Gäste stets willkommen. Der Verein ist telefonisch unter 04251/2526 oder per E-Mail an Vorstand@sfv-hoya.de zu erreichen.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter

www.sfv-hoya.de

Quelle: kreiszeitung.de

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