Abgestorbene Fichtenbestände erhöhen das Risiko

Waldbrandgefahr: Index klettert in Nienburg auf höchste Stufe

Waldbrand im Südwesten Frankreichs
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In Südfrankreich wüten derzeit verheerende Waldbrände. 

Landkreis Nienburg - von Leif Rullhusen. Die extreme Hitze der vergangene Tage hat die Waldbrandgefahr im Landkreis Nienburg massiv erhöht.

In Südfrankreich flüchten derzeit tausende Menschen vor Waldbränden. Mehr als 1000 Hektar Nadelwald wurden an der Mittelmeerküste bereits zerstört.

Sehr hohe Waldbrandgefahr

Extreme Hitze und Trockenheit erhöhen auch in dieser Region die Gefahr von Waldbränden massiv. Der Deutsche Wetterdienst stuft die Waldbrandgefahr im Landkreis seit Freitag als hoch ein. Am Sonntag soll der sogenannte Waldbrandgefahrenindex sogar auf diehöchste Stufe „sehr hoch“ klettern.

Abgestorbene Fichtenbestände erhöhen das Risiko

Hinzu kommt, dass durch den Borkenkäferbefall und Wassermangel in den beiden zurückliegenden Jahren zahlreiche Fichtenbestände abgestorben und vertrocknet sind. „Auch das Gras an Straßen- und Waldrändern ist bereitsextrem trocken. Von diesen Flächen geht die Gefahr aus, dass sich im Falle eines Waldbrandes das Feuer sehr schnell ausbreiten kann“, mahnt Landkreissprecher Michael Duensing.

In Oyle brannte am Donnerstagnachmittag eine Quaderpresse. Die Feuerwehr verhinderte das Übergreifen der Flammen auf einen benachbarten Wald.

Auch hohes Risiko für Gras- und Flächenbrände

Ein weiteres Risiko, insbesondere von Gras- und Flächenbränden: In den zurückliegenden Tagen gingen bereits zahlreichelandwirtschaftliche Erntegeräte in Flammen auf. Der entsprechende Graslandfeuerindex für den Landkreis Nienburg hat inzwischen die Stufe „hoch“ erreicht. 

Zahlreiche Brände durch Erntegeräte ausgelöst

Erst am Donnerstagnachmittag war in Oyle bei Erntearbeiten erneut eine Quaderpresse in Brand geraten. Als die ersten Feuerwehrkräfte eintrafen, brannte die Presse lichterloh. Die Flammen hatten schon auf das Stoppelfeld übergegriffen. Die Brandbekämpfer verhinderten durch ihren schnellen Einsatz, dass sich das Feuer in den angrenzenden Wald ausbreitete. Fast zeitgleich wurde ein weiterer Flächenbrand in Wietzen gemeldet. Auch hier war Stroh gepresst worden. Als die Presse schon lange abgerückt war, brannte plötzlich das Stoppelfeld. Die Ortswehren konnten das Feuer schnell löschen. 

Die Flammen griffen in Oyle schnell auf das Stoppelfeld über.

Spaziergänger müssen im Wald besonders aufpassen

Mathias Aßmann von den niedersächsischen Landesforsten sieht indes besonders die Spaziergänger im Wald in der Pflicht. „Jetzt in der Ferienzeit merken wir schon, dass mehr Menschen in den Wäldern unterwegs sind“, sagte er. Die größte Gefahr gehe deshalb von weggeworfene Zigarettenkippen oder auf trockenen Grasflächen geparkten Autos aus. In Niedersachsens Wäldern gilt zwischen dem 1. März und 31. Oktober ein Rauchverbot. Auch dasGrillen und Entzünden von Feuer ist in dieser Zeit verboten. Zugeparkte Wege in den Wald seien für die Feuerwehren im Einsatzfall oft ein Problem.

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