In zahlreichen Regionen ist die höchste Gefahrenstufe erreicht

Waldbrandgefahr in Nienburg durch anhaltende Trockenheit

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Die Waldbrandgefahr ist groß, aber noch nicht dramatisch. Die Bevölkerung sollte auf jeden Fall Vorsichtsmaßnahmen beachten.

Landkreis -Von Leif Rullhusen. Fast täglich rücken die Feuerwehren zu Flächenbränden aus. Bislang waren es kleinere Einsätze und die Flammen wurden schnell erstickt.

Erst am gestrigen Dienstag löschte die Feuerwehr in Eystrup brennenden Rindenmulch an einem See. Die häufigen Einsätze sind ein deutliches Indiz, wie anfällig die Natur derzeit für Feuer ist.

„Wir haben bereits seit Tagen eine erhöhte Waldbrandgefahr“, berichtet Hubert Wichmann vom Nienburger Forstamt. Insbesondere der Wind verschärft die Situation. „Dann breiten sich Flammen besonders schnell aus“, erklärt der Forstexperte. Allerdings sei die Situation im Landkreis Nienburg nicht so dramatisch, wie in einigen Heideregionen mit Kiefer-Monokulturen. Das frische Grün der Laubbäume sei weit weniger anfällig für ein Feuer. Stark gefährdet seien allerdings die Moorgebiete in diesem Landkreis.

Schnell gelöscht: Zu einem kleinen Flächenbrand wurde die Freiwillige Feuerwehr Eystrup am Dienstag gerufen. In Mahlen am See hatte sich auf einem Sitzplatz Rindenmulch entzündet.

Die Niedersächsischen Landesforsten stufen für den heutigen Mittwoch weite Gebiete des Bundeslandes zum höchsten Wert fünf herauf. „Sehr hohe Gefahr“ gilt unter anderem für Lüchow, Uelzen, Faßberg, Bergen und Celle. Die hohen Temperaturen der vergangenen Tage haben die Bodenvegetation und den Oberboden im Niedersächsischen Landeswald stark ausgetrocknet, erläutert Landesforsten-Sprecher Mathias Aßmann. Die Niedersächsischen Förster seien insbesondere im Flachland Niedersachsens alarmiert, denn gerade in den lichten Kiefernwäldern im Nord-Osten sei die Waldbrandgefahr besonders hoch. Eine Entspannung durch Regen ist kurzfristig nicht in Sicht.

Die Waldbrandzentrale in Lüneburg ist schon seit Mitte März wieder besetzt. Hier laufen alle Bilder und Daten der 20 Waldbrandüberwachungskameras zusammen. Die hochmodernen Kameras haben einen Rundumblick von über zehn Kilometern und erkennen frühzeitig Rauchentwicklung. Damit ist bei Waldbrand eine sehr schnelle Alarmierung der Einsatzkräfte möglich.

Auch wenn die Situation im Landkreis Nienburg noch nicht dramatisch ist, weist Hubert Wichmann ausdrücklich auf vorsorgende Maßnahmen hin. Dazu zählen kein offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe, Grillen nur auf freigebenden Grillplätzen, Autos mit Katalysatoren nicht über trockenem Gras abstellen sowie ein allgemeines Rauchverbot im Wald bis Ende Oktober.

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