Trockenheit setzt Wäldern extrem zu

Waldbrandgefahr: Index auf Stufe vier

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Trockenheit und die fehlende Vegetation machen die Wälder derzeit besonders anfällig für Brände.

Landkreis Nienburg - von Leif Rullhusen. Extreme Trockenheit und Ostwind fachen die Waldbrandgefahr im Landkreis massiv an.

In Goldenstedt und bei Bad Bentheim brannten über die Osterfeiertage große Moorflächen. Auch im Landkreis Nienburg kämpften Feuerwehrkräfte bereits gegen mehrere Flächen- und einen kleineren Waldbrand. In Estorf war aus bisher ungeklärter Ursache das Unterholz auf einer Fläche von rund 100 Quadratmetern in Brand geraten.

Fehlender Regen und hohe Temperaturen haben in Kombination mit dem Ostwind der zurückliegenden Tage den Boden in dieser Region sehr stark ausgetrocknet. Am Dienstag setzte der Deutsche Wetterdienst (DWD) den Waldbrandgefahrenindex für den Landkreis Nienburg deshalb auf die zweithöchste von fünf Stufen herauf. In einigen Heideregionen hat er die höchste Warnstufe erreicht. Während der DWD den Warnindex für heute um eine Stufe herabsenkt, sieht Rainer Städing von den Niedersächsischen Landesforsten noch keinen Grund für eine Entwarnung. „Bis zum nächsten ergiebigen Regen bleibt die hohe Waldbrandgefahr in dieser Region bestehen“, erklärt der Experte. Insbesondere die noch zurückhaltend entwickelte Vegetation lasse die Sonne ungehindert auf den Boden durch. Dort befinde sich viel trockenes Laub und Holz. Diese Konstellation stelle derzeit eine hohe Waldbrandgefahr dar.

In Estorf brannte das Unterholz auf einer Fläche von rund 100 Quadratmetern.

Trockenperioden im Frühjahr gebe es immer mal wieder, aber eine solch extreme Situation mit mehreren Moor- und Waldbränden sei sehr außergewöhnlich, sagt Städing. Er weist in diesem Zusammenhang nachdrücklich darauf hin, dass Rauchen und offenes Feuer im Wald sowie bis zu einem Abstand von mindestens 100 Metern verboten sind.

Drohendes Feuer sei für die Forstwirtschaft nicht das einzige Problem. „Die frisch angelegten Forstkulturen brauchen dringend Regen“, berichtet Städing. Zudem habe sich der Bodenwasserhaushalt nach dem vergangenen Sommer noch nicht wieder aufgefüllt. Sollte dieses Jahr ähnlich trocken werden, würde das große Schäden an den Bäumen zur Folge haben.

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