Betriebsausschuss spricht über Wirtschaftspläne

Wasser wird in der Samtgemeinde nicht teurer

Hoya - Von Horst Friedrichs. „Die Wasserpreise bleiben auch 2019 stabil.“ Das erklärte Ute Hennig, Prokuristin und kaufmännische Betriebsleiterin der Wasserversorgung der Samtgemeinde Grafschaft Hoya, am Mittwochabend während einer öffentlichen Sitzung des Betriebsausschusses der Samtgemeinde im Rathaus der Grafenstadt.

Jeweils einstimmig verabschiedete der Ausschuss die Wirtschaftspläne der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung für 2019. Unstimmigkeiten gab es in der Ausschusssitzung wegen eines Leserbriefs der Samtgemeinderatsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, der in der Dienstagausgabe der Kreiszeitung erschienen war.

Die Kalkulationen des Eigenbetriebs Wasserversorgung, so erklärte Ute Hennig, basieren auf dem seit Anfang 2015 geltenden Arbeitspreis von 1,15 Euro pro Kubikmeter. Dabei solle es auch im kommenden Jahr bleiben. Mit einem Gewinnvortrag von rund 462.000 Euro könne der für 2019 zu erwartende Jahresverlust von 324.400 Euro noch ausgeglichen werden. Danach seien jedoch Kreditaufnahmen erforderlich, um die Liquidität zu sichern. 

Ursache sei die ursprünglich für dieses Jahr vorgesehene Sanierung des Reinwasserkellers im Wasserwerk, die nunmehr ab Herbst 2019 stattfinden solle. Die Kosten dafür seien für 2019 auf 350.000 Euro und für 2020 auf 300.000 Euro beziffert worden.

Kreditaufnahmen erforderlich

Nachdem der Verlust im kommenden Jahr durch den Gewinnvortrag noch ausgeglichen werden könne, so Hennig, seien ab 2020 Kreditaufnahmen erforderlich. Seien es in dem Jahr zunächst 344.000 Euro, so müssten 2021 weitere 216.000 Euro und 2022 noch einmal 238.000 Euro für die Liquiditätssicherung aufgenommen werden. 

Die sich ab 2020 abzeichnenden Verlustvorträge seien aber abhängig von der tatsächlichen Entwicklung der Geschäftsverläufe. Sobald sich ein Handlungsbedarf zur Anpassung der Arbeitspreise abzeichne, sagte Hennig weiter, werden den zuständigen Gremien etwaige erforderliche Beschlussvorschläge vorgelegt werden.

„Durchschnittlich verschmutztes häusliches Abwasser“ zu beseitigen, kostet in der Sparte Hoya des Eigenbetriebs Abwasserbeseitigung im laufenden Jahr 2,53 Euro pro Kubikmeter. In der Sparte Eystrup sind es 2,12 Euro pro Kubikmeter. Wie Ute Hennig erklärte, soll die Kalkulation der Abwasserentgelte künftig jährlich vorgenommen werden. 

Derzeit arbeite der Betrieb an der Vorauskalkulation für 2019. Für die Sparte Eystrup sei für 2019 eine Verpflichtungsermächtigung von 300.000 Euro ausgewiesen, um die nötigen Auftragsvergaben für die Teilumsetzung des Kanalsanierungskonzepts Alexanderweg bis Strubenstraße zu sichern.

Kreditaufnahmen von 200.000 Euro pro Jahr

Für die Sparte Eystrup seien 2019 und 2020 Kreditaufnahmen von jeweils 200.000 Euro eingeplant. Der im Planungszeitraum benötigte Liquiditätsbedarf der Sparte Eystrup werde teilweise durch die Sparte Hoya bereitgestellt. Allerdings müsse Eystrup dafür einen Ausgleich zahlen.

Unstimmigkeiten gab es während der Ausschusssitzung zwischen Ingo Schönfelder (Grüne) einerseits und Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer sowie Mitgliedern des Betriebsausschusses andererseits. Ursache dafür war der Text eines Leserbriefs der Samtgemeinderatsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. 

Meyer hielt dem Verfasser des Texts vor, vieles falsch dargestellt zu haben. Schönfelder rechtfertigte sich damit, dass in dem Leserbrief nur Tatsachen geschildert worden seien. Sowohl die Ausschussmitglieder Johannes Meyer und Jan Witte als auch Ausschussvorsitzender Fritz Groß kritisierten den Leserbrief als unverständlichen und ärgerlichen Schritt.

Quelle: kreiszeitung.de

Rubriklistenbild: © dpa

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