Wasseranschluss statt Schwengelpumpe

Gemeinderat Hämelhausen stimmt für Modernisierung des Friedhofs im Ortsteil Hämelheide

Hämelhausen - Von Horst Friedrichs. Die alte Schwengelpumpe auf dem Friedhof im Hämelhauser Ortsteil Hämelheide hat bald ausgedient. Ein Anschluss an die Wasserleitung soll dem mühseligen Pumpen mit Muskelkraft ein Ende bereiten. Dazu steuert die Gemeinde Hämelhausen einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent der Kosten, höchstens aber 1 000 Euro, bei.

Einen entsprechenden einstimmigen Beschluss fasste der Gemeinderat Hämelhausens jetzt während einer öffentlichen Sitzung im Gasthaus Klusmann (wir berichteten). Ebenfalls einstimmig wurde außerdem der Ausbau der Straße Bormannskamp beschlossen.

Die Friedhofsgemeinschaft Hämelheide hatte sich mit der Bitte um einen Zuschuss für den Wasseranschluss an die Gemeinde gewandt. Der Friedhof, so die Gemeinschaft, solle an das in der Straße liegende Wasserleitungsnetz angeschlossen werden. Diesem Antrag stimmten die Mitglieder des Gemeinderats einhellig zu. Der Zuschuss von maximal 1 000 Euro wurde von der Verwaltung als sachgerecht bezeichnet. Dieser Betrag und weitere 500 Euro als Gemeindezuschuss für die Sanierung des Friedhoftors seien im Haushaltsplan 2019 enthalten, berichtete Kämmerin Astrid Schwecke.

Die Kosten für den Ausbau der Straße Bormannskamp seien vom Wegezweckverband auf rund 113 000 Euro beziffert worden, teilte der zweite stellvertretende Gemeindedirektor Henning Koröde mit. Im Investitionsplan 2019 seien dafür 120 000 Euro eingeplant und die Finanzierung deshalb sichergestellt. Ursprünglich habe das Förderprogramm zum Ausbau von landwirtschaftlich genutzten Straßen im Jahr 2017 auslaufen sollen. „Erfreulicherweise wird dieses Programm nun doch fortgeführt“, sagte Koröde. „Daraus ergibt sich für die Gemeinde Hämelhausen die Möglichkeit, dass sich die Europäische Union an den Kosten des geplanten Bormannskamp-Ausbaus beteiligt.“

Deshalb sei beim Amt für regionale Landesentwicklung bis zum 15. September vergangenen Jahres fristgerecht ein entsprechender Antrag eingereicht worden, um in den Genuss der EU-Förderung von 50 bis 70 Prozent zu gelangen.

Der Ausbauabschnitt habe laut Antrag eine Gesamtlänge von 559 Metern. Davon seien bislang 408 Meter mit Verbundpflaster auf Sand, ohne Tragschicht, befestigt. Das vorhandene Pflaster werde aufgenommen und durch eine drei Meter breite Asphalttragdeckschicht inklusive Unterbau ersetzt. Die bituminöse Fahrbahn im übrigen Bereich werde mit einer etwa acht Zentimeter dicken Asphhalttragdeckschicht überbaut und auf drei Meter verbreitert.

Es sei allerdings noch nicht absehbar, ob, wann und in welcher Höhe der Ausbau tatsächlich gefördert werde. Falls es dieses Jahr nichts mehr werde, sagte Bürgermeister Johann Meyer, sei ein Verschieben auf nächstes Jahr mit dem Zuschussverfahren vereinbar.

Quelle: kreiszeitung.de

Rubriklistenbild: © dpa

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