Trockenheit und Hitzewelle könnten zu Engpässen führen

Wasserverband „Nienburg-Süd“ appelliert: Wasserverbrauch senken

Blumen werden gesprengt.
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Vor allem nachts sollte der Rasensprenger aus bleiben.

Im Bereich des Wasserverbands „Nienburg-Süd“ zeichnen sich Spitzenabgabemengen ab. Der Kreisverband für Wasserwirtschaft mahnt vorsorglich einen achtsamen Umgang mit dem Wasser an.

Uchte. Nach dem nassen Frühjahr ist es inzwischen – wieder – zu trocken. Hinzu kommt die beginnende Hitzewelle. Mittelfristige Wetterprognosen lassen wie in den Vorjahren eine anhaltende Trockenperiode erwarten. Im Bereich des vom Kreisverband betreuten Wasserverbands „Nienburg-Süd“ zeichnen sich derzeit wieder Spitzenabgabemengen ab. Der Kreisverband für Wasserwirtschaft mahnt vorsorglich einen achtsamen Umgang mit dem Wasser an.

Reinwasserbehälter füllt sich über Nacht

Im Bereich von „Nienburg-Süd“ wird das Trinkwasser im Reinwasserbehälter Hollogeberg gespeichert und an die Abnehmer in der Samtgemeinde Uchte verteilt. „Der Speicher fasst 4000 Kubikmeter“, erklärt Joachim Oltmann, Abteilungsleiter Wasserversorgung beim Kreisverband für Wasserwirtschaft. „Üblicherweise füllt sich der Reinwasserbehälter über Nacht, wenn wenig Wasser verbraucht wird. Tagsüber ist dann genügend Wasser vorhanden.“

Es wird mehr Wasser angefordert als nachläuft

Bedingt durch die nun beginnende Hitzephase werde aber schon jetzt mehr Wasser angefordert als nachläuft, sodass sich der Behälter nicht mehr komplett füllen könne. „Manche Menschen füllen jetzt ihre Schwimmbecken auf oder lassen nachts den Rasensprenger laufen“, sagt Joachim Oltmann. „Dadurch kann nicht genügend Wasser in den Speicher nachströmen. Und das kann dann tagsüber zu Engpässen führen.“

Trinkwasser wird überall knapper

In den anderen vom Kreisverband betreuten Wasserverbänden sei die Situation grundsätzlich vergleichbar, auch wenn die immer weiter ausgebaute Vernetzung der Verbände untereinander Versorgungsengpässe bislang vermieden habe. Doch nach drei Trockenjahren in Folge könne es, warnt Oltmann, „unter Umständen schwierig werden, Engpässe durch Einspeisungen aus Nachbarverbänden auszugleichen“. Schlicht, weil das Trinkwasser überall knapper werde.

Zugriff auf sauberes Trinkwasser wieder schätzen

Joachim Oltmann mahnt deshalb einen sparsamen oder jedenfalls maßvollen Umgang mit dem Wasser an. Mit Blick auf die vergangenen Jahre warnt der Ingenieur vor einem allzu sorglosen Umgang mit dem „Lebensmittel Nr. 1“ und appelliert an die Gartenbesitzer, die vermeintlich altmodischen Regentonnen zu reaktivieren: „Wir sollten lernen, den jederzeitigen Zugriff auf sauberes Trinkwasser wieder zu schätzen und nicht als Selbstverständlichkeit anzusehen.“

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