Wasser für die Welt

Wasserverband Nienburg-Süd ist Partner in bundesweitem Forschungsprojekt

Ein tropfender Wasserhahn
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Der Bedarf an sauberem Trinkwasser steigt. Dessen Menge nimmt aber stetig ab.

Die TU Dresden hat unter anderem mit dem Nienburger Kreisverband für Wasserwirtschaft ein Projekt gestartet, um ökonomisch wie ökologisch praktikable Wege zur Wasserentsalzung zu entwickeln.

Nienburg. Einerseits steigt weltweit der Bedarf an sauberem Trinkwasser, andererseits nimmt dessen Menge stetig ab. Vor diesem Hintergrund hat die TU Dresden mit Partnern ein Projekt gestartet, um ökonomisch wie ökologisch praktikable Wege zur Wasserentsalzung zu entwickeln. Mit im Boot ist der Kreisverband für Wasserwirtschaft. Resultate werden für Anfang 2024 erwartet.

„Bei ,Entsalzung‘ denkt der Laie normalerweise an Meerwasserentsalzung“, sagt Joachim Oltmann, Abteilungsleiter Trinkwasserversorgung beim Kreisverband für Wasserwirtschaft. „Darum geht es hier aber – wenn überhaupt – erst in zweiter Linie. Primärziel ist es, Chloride, Sulfate und Nitrate aus dem Grundwasser zu holen, um belastetes Wasser wieder nutzen zu können. Und zwar so kosten- und energieeffizient, dass ein großflächiger Einsatz der neuen Technik wirklich Sinn macht.“

Dazu muss besagte neue Technik aber erst entwickelt werden und genau darum geht es in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt.

Ansatz ist die Entwicklung spezielle Membrane, mit denen die ungewollten Ionen in einem elektrochemischen Verfahren aus dem Grundwasser geholt werden können, ohne das Wasser komplett zu entsalzen, denn das wäre nach den Worten Oltmanns nicht sinnvoll.

Partner der TU Dresden sind die Uni Oldenburg, das Leibniz-Institut für Polymerforschung, verschiedene Fachunternehmen der Umwelt-, Verfahrens- und Energietechnik sowie der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) und der Kreisverband für Wasserwirtschaft.

Referenzanlage des Kreisverbandes ist das vom Wasserverband Nienburg-Süd betriebene Wasserwerk „Blockhaus“. Verbandsvorsteher Thomas Kropp begrüßt den Wunsch der Dresdner Forscher, mit Kreisverband und OOWV zwei Partner aus der Praxis einzubeziehen: „Natürlich ist die Teilnahme an so einem Projekt mit zusätzlicher Arbeitsbelastung für unsere Leute verbunden. Andererseits können wir das Ziel nur begrüßen, zumal das Vorhaben einmal mehr den Blick auf die kritische Situation des Grundwassers lenkt.“

Kreisverbands-Geschäftsführer Gaylord Kurre ergänzt: „Der OOWV und wir steuern praktisches Knowhow bei und schaffen den Rahmen, um die neuen Entwicklungen auch in der Praxis testen zu können. Denn auf die praktische Anwendbarkeit der Resultate wird mit Blick auf Technik, Energieeffizenz und Kosten großer Wert gelegt.“

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