Wasserverband „Nienburg-Süd“ zieht Sanierung im Südkreis vor

Großinvestition für sichere Trinkwasserversorgung

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Jeweils zwölf Meter lange PE-Rohre werden verlegt.

Uchte. Ein 600 Meter langer Abschnitt der Hauptwasserleitung im Nienburger Südkreis wird deutlich früher erneuert als geplant: Vorstand und Ausschuss des Wasserverbands „Nienburg-Süd“ haben eine Viertelmillion Euro bewilligt, um die Maßnahme sofort umzusetzen.

Es geht um den Abschnitt zwischen Hannoverscher Straße und Uchter Mühlenbach. In diesem Bereich kommt es immer wieder zu Störungen; zuletzt gab es im Dezember einen Rohrbruch, bei dem rund 20 000 Menschen für Stunden ohne Trinkwasser waren. „Es handelt sich um die Haupttransportleitung für den Nienburger Südkreis“, sagt Joachim Oltmann, Leiter Wasserversorgung beim Kreisverband für Wasserwirtschaft, der das Bauvorhaben für den Wasserverband realisiert. „Wenn es da zu einer Störung kommt, sind nicht ein paar Dutzend, sondern Tausende betroffen.“

Ursache der Probleme sind Wurzeleinwüchse, so der Ingenieur: „Die Leitung ist rund 50 Jahre alt. Seinerzeit sind Bäume auf dem Trassenverlauf gepflanzt worden. Deren Wurzeln dringen in die Verbindungsmuffen ein und reißen sie auf.“

In den nächsten Tagen beginnen die auf sechs bis acht Wochen angesetzten Arbeiten.

Dazu wird zunächst die neue Leitung aus beständigem PE neben der alten verlegt. „Die Leitung hat einen Durchmesser von 45 Zentimetern. Das ist quasi die Hauptschlagader, die größte Leitung, die wir haben.“ Oltmann verdeutlicht die Dimension: „Für eine Spülung allein des neuen Abschnitts benötigen wir so viel Wasser, wie sieben Einfamilienhäuser im Jahr verbrauchen.“

Der 600 Meter lange Teilbereich besteht aus jeweils zwölf Meter langen PE-Rohren. Diese Rohre werden verschweißt – allein das Abkühlen nach dem Schweißen dauert eine Stunde pro Naht - und ganz zum Schluss wird die neue Leitung an die Wasserversorgung angeschlossen.

An sich ist das schon keine Kleinigkeit; es muss aber außerdem noch sichergestellt sein, dass keine Keime in die Leitung gelangen. Joachim Oltmann arbeitet seit 29 Jahren beim Kreisverband und hat etliche Großprojekte geleitet. „Das hier ist aber doch etwas Besonderes“, sagt er. Die vorgezogene Sanierung ist aus Sicht des Ingenieurs absolut sinnvoll: „Vor allem geht es ja um eine Wasserversorgung, auf die sich die Leute verlassen können. Es kommt aber noch hinzu: Jede Störung und erst recht jeder Rohrbruch kosten Geld, gerade bei diesen Dimensionen.“ Während der Bauphase wird der Bereich zwischen Hannoverscher Straße und Uchter Mühlenbach zeitweise gesperrt (mit freier Zufahrt für die Anlieger), zeitweise wird es eine halbseitige Verkehrsführung geben. Die Anwohner werden jeweils rechtzeitig informiert.

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