Niedersachsenweit gingen Drohmails raus

ASS und MDG wegen Amokdrohung geräumt

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Über 40 Polizisten waren im Einsatz am Donnerstagmorgen.

Nienburg - von Kristina Stecklein. Um 7.37 und 8.45 Uhr trafen die Mails ein - mit einem schockierenden Inhalt: Die beiden Nienburger Gymnasien Marion-Dönhoff sowie die Albert-Schweitzer-Schule erhielten am heutigen Donnerstagmorgen die Ankündigung eines geplanten Amoklaufs.

Sowohl die Albert-Schweitzer-Schule als auch das Marion-Dönhoff Gymnasium haben am Donnerstagmorgen Drohmails mit einem angekündigten Amoklauf erhalten.

"In den Mails standen unter anderem Hinweise auf vergangene Amokvorgänge", erklärt der Schulleiter der Albert-Schweitzer-Schule, Dr. Ralf Weghöft, gegenüber dem Blickpunkt (wir berichteten). "Wir haben den Kontakt zur Polizei gesucht und sind gemeinsam zu der Entscheidung gekommen, dass die Sicherheit der Schüler vorgeht", betont Weghöft.

Um 7.37 Uhr traf die Mail am MDG ein.

Insgesamt waren so knapp 1.800 Schüler beider Schulen sowie zahlreiche Lehrkräfte und Angestellte von der Evakuierung betroffen. "Das geschah unter der Andeutung, dass es ein Übungsalarm ist", erklärt der Schulleiter. Somit könne verhindert werden, dass in solch einer Situation Panik ausbreche. "Es ist sehr geordnet gelaufen." Dies bestätigte auch Nienburgs Polizeipressesprecher Axel Bergmann: "Die Koordination hat hervorragend geklappt." 

Um 10.15 Uhr wurden die Schulen offiziell wieder freigegeben.

Der Amoklauf wurde zu einem bestimmten Zeitpunkt - 10 Uhr - angekündigt, sodass um 10.15 Uhr die Schulen offiziell wieder freigegeben werden konnten - der Unterricht fiel für den Rest des Tages aus. "Wir haben natürlich auch den Kontakt zur VLN gesucht, um die Schüler nach Hause zu bringen", sagt Weghöft. Der Polizeipressesprecher fügte an, dass in einem äußerst kurzen Zeitraum 17 Busse organisiert werden konnten. Eine Weiterführung des Unterrichts hatten die beiden Schulen aufgrund der Minusgrade ausgeschlossen, da sowohl Schüler als auch Lehrer teils ohne Jacken aus den Gebäuden gebracht wurden.

Zahlreiche Rettungskräfte unterstützen den Einsatz an den Nienburger Gymnasien.

"Es ist natürlich sehr übel, was man damit anrichtet", betont der Pressesprecher. "Es ist ein ziemlicher logistischer Aufwand, auch die Rettungskräfte müssen ihre eigentlichen Aufgaben einstellen." Insgesamt waren 40 Polizisten, teilweise mit Maschinenpistolen und speziellen Schutzwesten sowie 40 Rettungskräfte im Einsatz. An diesem Morgen kam es niedersachsenweit vermehrt zu solchen Einsätzen, sodass die Polizei bereits einen Verdacht hegt. Aufgrund weiterer polizeilicher Ermittlungen wird dieser jedoch nicht offen gelegt. 

Mehrere Polizeiteams durchsuchten beide Gebäude am Donnerstagmorgen, um sicher zu gehen, dass die Gefahrensituation wieder aufgehoben werden konnte. "Jetzt gibt es die Möglichkeit, die Sachen in kleinen Gruppen mit Polizeibeamten aus der Schule zu holen", bestätigt Bergmann.

Die Friedrichstraße wurde von der Polizei zu einem gewissen Teil komplett abgesperrt.

"Morgen geht der Unterricht aber ganz normal weiter. Die Schüler wollen ja auch ihre Zeugnisse bekommen", sagt der Schulleiter der Albert-Schweitzer-Schule abschließend. Die Ausgabe der Zeugnisse findet in der dritten Stunde statt. Hier möchte Weghöft abermals betonen, dass sich die Schüler richtig verhalten haben und den Anweisungen vorbildlich gefolgt sind. 

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